Paraless veröffentlichen den Song „Unrequited“
Eine Band aus Wien, die Gefühle nicht nur andeutet, sondern mit voller Wucht in ihre Songs packt: Paraless melden sich mit neuem Stoff zurück. Der frische Track „Unrequited“ knüpft genau dort an, wo die Gruppe mit ihrem Debütalbum „a clear view“ neugierig gemacht hat. Progressive- und Alternative-Rock verschmelzen dabei zu einem Sound, der mal ruhig unter die Haut geht und im nächsten Moment ordentlich Druck macht. Inhaltlich bleibt die Band ihrer Linie treu: Beziehungen, Zweifel, diese Momente, in denen man sich fragt, warum Gefühle manchmal so kompliziert sein müssen. Statt pathetischer Dramatik gibt es ehrliche Zeilen, die eher nach Tagebuch als nach Hochglanz-Pop klingen – und genau das macht den Reiz aus.
Im Zentrum steht Frontmann Lukas Fortissimo, der nicht nur singt, sondern auch als kreativer Kopf die Richtung vorgibt. Seine Stimme pendelt zwischen rauer Intensität und verletzlicher Ruhe, als würde er jede Zeile selbst noch einmal durchleben. „Unrequited“ spielt dabei mit Dynamik: ruhige Passagen bauen Spannung auf, bevor Gitarren und Drums wieder Druck machen. Diese Mischung aus emotionaler Tiefe und kantigem Sound ist inzwischen so etwas wie das Markenzeichen der Band. Man merkt schnell, dass hier keine glattpolierten Hooks im Vordergrund stehen, sondern Songs, die eher wachsen als sofort explodieren.
Thematisch geht es in „Unrequited“ um unerwiderte Gefühle – also diesen Klassiker unter den emotionalen Baustellen. Die Band erzählt das Ganze aber nicht wie ein klassisches Liebesdrama, sondern eher wie eine nüchterne Bestandsaufnahme: Was passiert, wenn man merkt, dass die eigenen Gefühle stärker sind als die des Gegenübers? Musikalisch unterstreicht der Song genau dieses Spannungsfeld. Zwischen melancholischen Melodien und kraftvollen Gitarren entsteht ein Sound, der gleichzeitig verletzlich und laut sein kann. Wer Progressive-Rock mit emotionalem Kern mag, dürfte hier schnell hängen bleiben. Paraless zeigen mit dem Track jedenfalls, dass sie weiterhin Lust haben, ihre eigene Mischung aus Gefühl und Energie auszubauen – und dabei lieber echte Emotionen als leere Posen liefern.
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