Patrick Ferryn x Kay Moses im House-Flow. "Keep On Dancing"
Drei Namen, ein klarer Auftrag: Tanzfläche füllen. Mit „Keep On Dancing“ liefern Patrick Ferryn, Kay Moses und DJ T.O.M. einen Track, der den Vibe der Neunziger nicht einfach kopiert, sondern smart ins Hier und Jetzt holt. Schon nach den ersten Takten ist klar: Hier steckt ordentlich House-DNA drin. Diese typische Orgel, die man sofort mit alten Clubnächten verbindet, trifft auf einen Groove, der sauber nach vorne marschiert. Das Ganze wirkt nicht wie ein Retro-Gag, sondern wie eine selbstbewusste Hommage mit Update-Button.
Was besonders auffällt, ist die Balance zwischen Nostalgie und modernem Druck. Die Produktion ist klar, aufgeräumt und ready für große Anlagen. Statt verstaubtem Throwback-Sound gibt’s knackige Drums, einen tighten Bass und eine Struktur, die DJs lieben dürften. Break, Aufbau, Drop – alles sitzt da, wo es soll, ohne berechenbar zu sein. Die ikonische 90s-Orgel sorgt für dieses warme Flashback-Gefühl, während der treibende Beat klar macht, dass wir uns nicht in einer Zeitkapsel befinden. „Keep On Dancing“ spielt mit Erinnerungen, bleibt aber gleichzeitig frisch genug, um auch im aktuellen Club-Kontext zu funktionieren.
Das Trio zeigt mit diesem Release, wie man alte Schule respektiert, ohne im Gestern hängen zu bleiben. Der Track lebt von seiner Energie und dieser positiven, fast euphorischen Grundstimmung, die sofort in die Beine geht. Kein überladenes Sounddesign, kein unnötiger Effekt-Wahnsinn – hier zählt der Groove. Und genau der zieht sich konsequent durch den gesamten Song. „Keep On Dancing“ ist damit mehr als nur ein Nostalgie-Trip; es ist eine Brücke zwischen Generationen von House-Fans. Wer den Sound der Neunziger im Herzen trägt und trotzdem moderne Club-Power erwartet, wird hier ziemlich sicher auf seine Kosten kommen.
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