Cover: Patrick Heidenreich - Ich mag mich
7/8
mix1 Bewertung
Single

Ich mag mich

Patrick Heidenreich

Kategorie: Pop | Kids Musik
Veröffentlichung: 21.08.2026
Produkt erhältlich bei:

Patrick Heidenreich: „Ich mag mich“ macht Kindern Mut

Patrick Heidenreich macht bei „Ich mag mich“ ziemlich schnell klar, worum es geht. Selbstvertrauen, Selbstliebe und der Mut, sich selbst nicht ständig kleiner zu machen, bilden den Kern des Popsongs. Eine entscheidende Rolle übernehmen Kinderstimmen. Sie sind nicht bloß schmückendes Beiwerk im Arrangement, sondern tragen die zentrale Aussage des Stücks selbst. Das passt zum Hintergrund des Musikers: Heidenreich arbeitet als zertifizierter Kinder- und Jugendcoach und erlebt in diesem Umfeld regelmäßig, wie stark Selbstzweifel schon bei jungen Menschen ausgeprägt sein können. Genau an diesem Punkt entstand die Idee, Musik und seine Arbeit mit Kindern zusammenzubringen. Der Song wurde gemeinsam mit Kindern entwickelt und bleibt sprachlich bewusst leicht zugänglich. Besonders deutlich wird das im Refrain: „Ich mag mich, bin ein Geschenk für diese Welt. Ich glaub an mich und das ist alles, was zählt.“ Komplizierte Bilder braucht es hier nicht. Die wenigen Zeilen formulieren direkt, was Kinder aus dem Lied mitnehmen sollen. Dass diese Worte auch von jungen Stimmen gesungen werden, gibt dem Stück einen anderen Charakter, als es eine reine Soloaufnahme von Heidenreich hätte. Erwachsene erzählen Kindern schließlich schon oft genug, was sie denken, fühlen oder tun sollen. Hier dürfen sie selbst mitsingen.

Musikalisch bewegt sich „Ich mag mich“ im eingängigen Pop. Der Refrain ist bewusst so angelegt, dass er schnell erfasst und mitgesungen werden kann. Das ist bei diesem Projekt keine nebensächliche Radioeigenschaft, sondern Teil des Konzepts. Heidenreich will den Titel nämlich nicht allein auf Streaming-Plattformen platzieren. Geplant ist auch der aktive Einsatz in Schulen, Kitas und Präventionsprojekten. Damit bekommt die einfache Struktur einen konkreten Zweck: Kinder sollen nicht lange über komplizierte Textzeilen nachdenken müssen, sondern unmittelbar einsteigen können. Die Kinderstimmen passen entsprechend nicht nur zum Thema, sondern auch zum vorgesehenen Einsatzgebiet. Inhaltlich kreist das Lied um eine erstaunlich schwierige Fähigkeit: sich selbst wertzuschätzen, ohne dafür erst die Zustimmung anderer einzusammeln. Gerade Kinder vergleichen sich früh mit anderen, zweifeln an Fähigkeiten oder am eigenen Auftreten. Heidenreich kennt solche Situationen aus seiner Tätigkeit als Coach. Statt daraus einen pädagogischen Vortrag mit erhobenem Zeigefinger zu bauen – bei dem vermutlich spätestens nach zwei Minuten die ersten Augen Richtung Zimmerdecke wandern würden –, wählt er den Weg über einen Popsong. Die Botschaft bleibt dadurch knapp und wiederholbar. Selbstvertrauen wird hier nicht als abstrakter Begriff behandelt. Der Text formuliert es als konkrete Aussage über die eigene Person: Ich mag mich. Ich glaube an mich. Diese Einfachheit ist für das Vorhaben entscheidend.

Auch der geplante Weg des Songs ist ungewöhnlicher als eine Veröffentlichung, die nach dem Upload bei den üblichen Streamingdiensten im Wesentlichen abgeschlossen ist. Patrick Heidenreich möchte „Ich mag mich“ dorthin bringen, wo Kinder gemeinsam lernen, spielen und sich entwickeln. Schulen, Kindertagesstätten und Präventionsangebote werden damit zu möglichen Einsatzorten für das Stück. Mitsingen gehört ausdrücklich zur Idee. Kinder sollen die Zeilen nicht nur hören, sondern selbst aussprechen und sich darin wiederfinden können. Das erklärt zugleich, warum ihre Stimmen innerhalb der Produktion eine so zentrale Funktion bekommen. Der Song spricht nicht ausschließlich über junge Menschen, sondern lässt sie hörbar daran teilnehmen. Für Heidenreich treffen an dieser Stelle zwei Bereiche seiner Arbeit aufeinander: Musik und Kinder- und Jugendcoaching. Seine Erfahrungen mit Kindern, die an sich zweifeln, bilden den konkreten Hintergrund für den Text. Daraus entsteht kein theoretisches Konzept über Selbstwert, sondern eine bewusst einfache Botschaft, die sich wiederholen lässt und im Alltag funktionieren soll. „Ich mag mich“ ist deshalb als Popsong gedacht, gleichzeitig aber auch als musikalisches Werkzeug für die Arbeit mit Kindern. Ob im Klassenraum, in der Kita, innerhalb eines Präventionsprojekts oder über Kopfhörer: Entscheidend bleibt derselbe kurze Gedanke. Der eigene Wert muss nicht erst verdient werden. Und manchmal kann ein Refrain eben leichter hängen bleiben als der nächste gut gemeinte Vortrag eines Erwachsenen.
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