Stell dir vor, du bist Teil eines kleinen, handverlesenen Publikums – mitten im Raum, ganz nah dran an Peter Gabriel. Kein Stadion, kein Spektakel. Nur du, ein paar Dutzend andere Vollmond-Nerds und der Mann, der seit Jahrzehnten Sound und Seele perfekt miteinander verbindet. Genau das erlebten Mitglieder von Gabriels Full Moon Club im November 2003 bei einem intimen Konzert während einer kurzen, aber besonderen Live-Phase. Zwischen Charity-Gig für Children in Need im märchenhaften Cyfarthfa Castle, einem Abstecher ins Brighton Centre und dem legendären 46664 Mandela-Konzert in Kapstadt zeigte Gabriel, dass große Emotionen auch im kleinen Rahmen zünden.
Das Set: 14 Songs stark, vollgepackt mit Highlights aus der Growing Up-Tour 2002/2003 und ihrer entspannten Schwester „Still Growing Up“, die fast das komplette Jahr 2004 füllte. Beide Touren begleiteten sein Album UP – sein erstes Studioalbum seit einer gefühlten Ewigkeit. Und obwohl die großen Shows visuell und technisch beeindruckend waren, ist dieses exklusive Clubkonzert auf seine eigene Art noch magischer. Hier ging es nicht um Lasershows, sondern um Nähe. Um Musik. Und um Gänsehaut-Momente, wenn Gabriel tief in seine emotionale Trickkiste greift.
Neu im Set und absolute Fan-Lieblinge: „Burn You Up, Burn You Down“, das funky und unverschämt catchy daherkommt, sowie der Klassiker „Games Without Frontiers“, der live immer noch schaurig-schön unter die Haut geht. Auch „The Tower That Ate People“ war mit dabei – ein Track, der live eine ganz eigene, düstere Energie entfaltet. Wer dabei war, erinnert sich sicher: Das war kein Konzert. Das war eine Zeremonie.