Pierre de Maere ist zurück mit neuer Single
Mit einer Mischung aus Drama, Stilbewusstsein und einem Augenzwinkern hat sich Pierre de Maere in kurzer Zeit ziemlich weit nach vorne gespielt. Sein Durchbruch kam nicht leise: ausgezeichnet bei den Victoires de la Musique, ein Feature mit Dua Lipa und ein Debütalbum wie Regarde-moi, das Streamingzahlen gesammelt hat, von denen andere nur träumen. Dabei ist sein Stil schwer zu übersehen – irgendwo zwischen extravaganter Pop-Ästhetik und fast schon theatralischer Emotionalität, ohne sich dabei zu ernst zu nehmen.
Mit „Je pense à vous“ legt Pierre de Maere jetzt nach – und bleibt sich dabei ziemlich treu. Der Track lebt von einer sofort greifbaren Falsett-Hook, die sich schnell festsetzt, und einer gewissen Unruhe, die sich durchzieht. Inhaltlich schwingt diese Sehnsucht nach Nähe mit, aber nicht auf die klassische, kitschige Art, sondern eher leicht ironisch gebrochen. Man merkt: Da ist jemand, der wieder auf die Bühne will, der diesen direkten Kontakt vermisst. Genau dieses Gefühl trägt den Song – weniger als große Ballade, mehr als eleganter Popmoment mit Ecken und Kanten.
Passend dazu stehen auch schon die nächsten Schritte an: Konzerte im Pariser Olympia, ein Venue mit Geschichte, das nicht jeder einfach so bespielt. Für Pierre de Maere wirkt das weniger wie ein Risiko, sondern eher wie der nächste logische Schritt. „Je pense à vous“ fühlt sich dabei wie ein Übergang an – zwischen dem Hype seines Debüts und dem, was jetzt kommt. Kein radikaler Neuanfang, sondern ein stilvolles Weiterdrehen an einem Sound, der längst seine eigene Handschrift hat.
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