Mit „8-Tracks“ bekommt die wichtigste Phase von Pink Floyd nochmal eine ganz eigene Bühne. Statt einfach nur die größten Hits aneinanderzureihen, setzt die Compilation auf ein durchdachtes Konzept. Acht Songs aus den Jahren zwischen 1971 und 1979 erzählen praktisch die komplette Entwicklung der Band – von den experimentellen Psychedelic-Momenten bis zu den riesigen Stadionhymnen, mit denen Pink Floyd endgültig zu Superstars wurden. Natürlich fehlen Klassiker wie „Money“, „Wish You Were Here“, „Time“, „Comfortably Numb“ oder „Another Brick in the Wall, Part 2“ nicht. Gleichzeitig tauchen aber auch Stücke auf, die eher bei langjährigen Fans für leuchtende Augen sorgen dürften. Besonders spannend ist die vollständige Version von „Pigs On The Wing“, die früher nur auf einer speziellen 8-Track-Cartridge von „Animals“ verfügbar war.
Dass die Sammlung trotzdem nicht wie eine gewöhnliche Greatest-Hits-Platte wirkt, liegt vor allem an Steven Wilson. Der Musiker und Produzent hat die Reihenfolge der Songs komplett neu aufgebaut, damit sich das Album wie ein zusammenhängender Hörtrip anfühlt. Genau das passt perfekt zu Pink Floyd, schließlich waren ihre Alben schon immer mehr Reise als bloße Song-Sammlung. Dadurch entstehen zwischen den Tracks neue Übergänge und Stimmungen, obwohl die Songs ursprünglich aus völlig unterschiedlichen Phasen stammen. Gleichzeitig zeigt „8-Tracks“, wie vielseitig die Band damals unterwegs war. Zwischen dem düsteren Groove von „One Of These Days“, den melancholischen Sounds von „Wot’s… Uh The Deal“ und den gigantischen Refrains von „The Wall“ liegen musikalisch ganze Welten – und trotzdem klingt alles erstaunlich geschlossen.