Cover: Post Malone - August 26
7/8
mix1 Bewertung

„August 26“: Post Malones Mixtape neu remastert

Zehn Jahre lang gehörte „August 26“ zu jener frühen Phase von Post Malones Karriere, die nicht regulär über sämtliche Streamingdienste erreichbar war. Nun ändert sich das: Das Debüt-Mixtape des US-Musikers ist erstmals offiziell auf allen Streaming-Plattformen verfügbar. Für die Neuauflage wurde das komplette Projekt remastert, zusätzlich gibt es „August 26“ erstmals auf Vinyl. Damit bekommt ein wichtiger Baustein seiner frühen Diskografie eine reguläre Veröffentlichung, nachdem die zehn Tracks ursprünglich als Mixtape erschienen waren. Der Zeitpunkt ihrer Entstehung macht die Platte besonders interessant: Post Malone hatte gerade mit „White Iverson“ seinen Durchbruch geschafft und befand sich in einer Phase, in der sich sein später bekannter Umgang mit unterschiedlichen Genres erst formte. Wer seine Karriere bislang hauptsächlich über die großen Studioalben verfolgt hat, bekommt nun unkomplizierten Zugriff auf Material aus genau dieser Zwischenstation.

„August 26“ umfasst zehn Songs und stammt aus einer Karrierephase, in der Post Malone noch ziemlich weit von dem Superstar-Status entfernt war, der später folgen sollte. „White Iverson“ hatte seinen Namen zwar bereits erheblich größer gemacht, doch die weitere musikalische Richtung war noch keineswegs auf eine feste Schublade festgelegt. Genau dieser genreübergreifende Ansatz war schon auf dem Debüt-Mixtape zu hören und entwickelte sich anschließend zu einem wiederkehrenden Merkmal seiner Musik. Die nun erfolgte Neuauflage verändert dabei nicht einfach nur den Vertriebsweg. Das Material wurde für die Veröffentlichung neu remastert. Gerade bei einem Projekt, das ursprünglich als Mixtape seinen Weg zum Publikum fand, ist das mehr als eine kleine Fußnote: Die zehn Stücke liegen damit in einer für die aktuelle Ausgabe technisch überarbeiteten Fassung vor. Gleichzeitig verschwindet eine etwas kuriose Lücke im Streaming-Katalog des Musikers. Während Post Malones spätere Veröffentlichungen längst auf den üblichen Plattformen abrufbar waren, blieb sein Debüt-Mixtape dort offiziell außen vor. Zehn Jahre später ist diese Trennung Geschichte. Und wer Musik lieber aus einem Plattenregal zieht, statt auf ein Display zu tippen, bekommt ebenfalls eine neue Option.

Denn parallel zur Streaming-Premiere erscheint „August 26“ erstmals auf Vinyl. Das passt zu einer Veröffentlichung, die weniger wie neues Material behandelt werden sollte als wie die offizielle Aufarbeitung eines bislang nur eingeschränkt verfügbaren Kapitels. Inhaltlich bleiben die zehn Tracks eng mit Post Malones damaliger Situation verbunden: Der Durchbruch durch „White Iverson“ lag unmittelbar hinter ihm, die großen späteren Stationen seiner Karriere noch vor ihm. Entsprechend dokumentiert das Mixtape einen Künstler an einem konkreten Übergangspunkt. Interessant ist dabei vor allem, dass die stilistische Offenheit, die später eng mit seinem Namen verbunden wurde, bereits in diesem frühen Material angelegt war. Statt die eigene Diskografie nachträglich umzuschreiben, macht die Neuauflage dieses Stück Vorgeschichte schlicht leichter zugänglich. Das Remaster kümmert sich um die technische Seite, die Streaming-Veröffentlichung schließt die digitale Lücke und die Vinyl-Ausgabe gibt dem Mixtape erstmals eine physische Form auf Schallplatte. Wer wissen möchte, wie Post Malones Diskografie kurz nach „White Iverson“ weiterging, muss deshalb nicht länger abseits der regulären Streaming-Plattformen suchen. „August 26“ gehört nun offiziell zum dort verfügbaren Katalog – zehn Tracks aus einer Phase, in der viele Elemente seiner späteren musikalischen Handschrift bereits vorhanden waren, ohne dass die weitere Entwicklung schon festgeschrieben gewesen wäre.
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