Cover: Riku Rajamaa - RIKU
7/8
Eigene Redaktionseinschätzung

Riku Rajamaa startet solo mit „RIKU“

Wer in Deutschland den Namen Riku Rajamaa hört, denkt ziemlich schnell an Sunrise Avenue. Klar, als Gitarrist der Band hat er sich hierzulande ordentlich ins kollektive Ohr gespielt. In seiner finnischen Heimat war er allerdings schon lange vorher solo unterwegs – und das mit Erfolg. Nach dem Ende von Sunrise Avenue war deshalb schnell klar: Da geht noch was. Statt Trübsal zu blasen, hat Riku einfach seine Song-Schublade aufgezogen. Und die war offenbar gut gefüllt.

Jetzt steht sein Debütalbum „RIKU“ in den Startlöchern – 16 Songs, die sich wie ein musikalisches Tagebuch lesen. Die Tracks stammen aus unterschiedlichen Phasen seines Lebens, von frühen Ideen aus den 2000ern bis zu ganz frischen Nummern. Das Spannende daran: Man hört die Entwicklung. Mal klingt es nach jugendlichem Optimismus, mal nach reflektiertem Blick auf das eigene Leben. Alles bewegt sich irgendwo im Pop-Kosmos, aber nie langweilig geradeaus. Hier blitzt ein bisschen Rock auf, dort schleichen sich andere Einflüsse rein. Und über allem schwebt diese sehr eigene Gitarren-Handschrift. Riku nennt sich selbst gern Gitarren-Nerd – und genau das hört man auch. Da wird nicht einfach begleitet, da wird gefühlt, gebastelt, gefeilt. Die Hooks sitzen, ohne aufdringlich zu sein, und einige Refrains bleiben schon nach dem ersten Durchlauf im Kopf hängen.

Live testet er das neue Material gerade auf deutschen Bühnen. Keine große Effekt-Show, sondern ehrliche Songs, die atmen dürfen. Man merkt, dass hier jemand steht, der sein Handwerk kennt und Lust hat, sich neu zu zeigen – nicht als „der Gitarrist von“, sondern als eigenständiger Künstler. Dass er dafür beim Radio Regenbogen Award als „Bester internationaler Newcomer“ ausgezeichnet wird, wirkt wie ein freundlicher Rückenwind. Wobei „Newcomer“ bei jemandem mit so viel Erfahrung fast ein bisschen schmunzeln lässt. „RIKU“ ist kein Schnellschuss, sondern eine Art musikalische Visitenkarte: persönlich, detailverliebt und überraschend vielseitig. Wer also wissen will, wie Riku Rajamaa wirklich klingt, bekommt hier die Antwort – ganz ohne Bandnamen im Hintergrund.

Tracklist

01 Better Off With Love – 02:19
02 Someone With A Heart Of Gold – 02:38
03 Ocean – 02:27
04 Hangover Heart – 03:14
05 Love Assault – 03:10
06 Lifeline – 03:04
07 Living In A Low Key – 03:46
08 Someone To Love Me – 02:15
09 Extra Mile – 03:00
10 Blood Sweat Tears – 02:47
11 Hold Me Close – 02:43
12 Back Again (Riku Rajamaa & Stanfour) – 03:00
13 Sometimes – 04:09
14 Ghost Town Soul – 03:12
15 Cards – 03:04
16 Words – 03:45