Cover: SINNER - Boom Bang Goodbye
7/8
mix1 Bewertung
Album

Boom Bang Goodbye

SINNER

Label: Reigning Phoenix Music (Edel)
Kategorie: Rock | Heavy Metal
Veröffentlichung: 31.07.2026

„Boom Bang Goodbye“ ist das letzte SINNER-Album

Mit „Boom Bang Goodbye“ endet ein Kapitel deutscher Hardrock-Geschichte. Was Anfang der Achtziger mit Mat Sinner seinen Anfang nahm, entwickelte sich über mehr als vier Jahrzehnte zu einer festen Größe der heimischen Rock- und Metal-Szene. Neunzehn Studioalben, zahllose Konzerte und der Erfolg von „Brotherhood“, das Platz zwölf der deutschen Albumcharts erreichte, zeichnen den Weg der Band nach. Das neue Album bildet nun den Schlusspunkt dieser langen Geschichte. Elf Titel fassen vieles zusammen, was SINNER über Jahrzehnte geprägt hat. Markante Refrains treffen auf druckvolle Gitarren, dazu kommt die Rock’n’Roll-Haltung, die die Band von Beginn an begleitet hat. Trotzdem wirkt „Boom Bang Goodbye“ nicht wie ein reiner Blick zurück. Statt vergangene Zeiten zu kopieren, entstehen Songs, die klassische Hardrock-Elemente mit melodischem Metal verbinden und immer wieder Raum für große Refrains lassen. Produziert wurde das Album von Mat Sinner selbst. Gemeinsam mit Alex Scholpp erhielt das Material seinen letzten Feinschliff. Daraus entsteht eine abwechslungsreiche Mischung, die zwischen kernigem Hardrock, melodischen Metal-Passagen und großen Arena-Momenten pendelt, ohne den eigenen Stil aus den Augen zu verlieren.

Besonders auffällig fällt die Gästeliste aus. Statt auf nur einen Sänger zu vertrauen, bekommt beinahe jeder Song seine eigene Stimme. Ronnie Romero, bekannt durch RAINBOW, gehört ebenso zum Aufgebot wie Michael Bormann. Hinzu kommen Michael Sadler von SAGA, Björn „Speed“ Strid von SOILWORK, Erik Mårtensson von ECLIPSE, Renan Zonta und Sascha Krebs. Jeder bringt seine persönliche Klangfarbe ein, wodurch sich die einzelnen Stücke deutlich voneinander unterscheiden. Gerade dieser Wechsel verleiht dem Album zusätzliche Dynamik. Mal dominieren klassische Hardrock-Linien, dann rücken melodische Metal-Einflüsse stärker nach vorne, ehe hymnische Refrains wieder das Kommando übernehmen. Trotz der zahlreichen Gastmusiker bleibt der rote Faden jederzeit erhalten. Im Zentrum steht weiterhin die Handschrift von Mat Sinner, der das Album nicht nur produziert, sondern auch als musikalischer Motor zusammenhält. Dadurch entsteht kein loses Gemeinschaftsprojekt, sondern ein geschlossenes Werk, das unterschiedlichste Stimmen unter einem gemeinsamen Dach vereint.

„Boom Bang Goodbye“ versteht sich als letzter Eintrag in der Geschichte von SINNER. Der Albumtitel macht bereits deutlich, dass hier kein neues Kapitel aufgeschlagen wird. Vielmehr steht der bewusste Abschied im Vordergrund. Mat Sinner beschreibt diesen Moment mit den Worten: „The last one turns off the lights.“ Dieser Satz bildet den passenden Schlusspunkt für eine Band, die über Jahrzehnte ihren festen Platz in der deutschen Hardrock- und Metal-Landschaft behauptet hat. Das Finale blickt auf eine außergewöhnlich lange Laufbahn zurück, ohne sich ausschließlich auf Vergangenes zu verlassen. Stattdessen bündeln die elf Songs viele der musikalischen Merkmale, die SINNER bekannt gemacht haben, und führen sie noch einmal in einem Album zusammen. Die Kombination aus eingängigen Melodien, markanten Gitarren und einer hochkarätigen Besetzung macht „Boom Bang Goodbye“ zu einem besonderen Abschluss. Nach mehr als vierzig Jahren endet damit eine Bandgeschichte, die Generationen von Hardrock- und Metal-Fans begleitet hat und mit diesem Album ihren letzten Ton erklingen lässt.
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Tracklist

01 Dreams Can Come True 04:12
02 Wait 03:23
03 Leave It All Behind 04:11
04 All Night Long 04:37
05 Are You Ready 03:20
06 Born To Run 04:20
07 Hellbreaker 02:59
08 Turn The Page 03:12
09 Road To Remember 03:56
10 Under The Moonlight 03:51
11 Power 04:53
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