Clubklassiker „Kickin Hard“ bekommt Festival-Update
Manche Tracks verschwinden irgendwann still aus den Playlists – andere kommen nach Jahren plötzlich wieder zurück und machen genau dort weiter, wo sie einst für volle Tanzflächen gesorgt haben. „Kickin Hard“ gehört definitiv zur zweiten Kategorie. Der Klassiker der Klubbheads bekam bereits in den 2000ern eine neue Version von Brooklyn Bounce, die auf dem Album „X-pect The Un-X-pected“ erschien und mit frischen Vocals ordentlich Druck machte. Jetzt bekommt der Track ein weiteres Update – diesmal mit einer Zusammenarbeit, die im Hands-Up- und Dance-Kosmos sofort Aufmerksamkeit erzeugt: Special D., Andy Judge und Brooklyn Bounce bündeln ihre Kräfte für einen neuen Mix von „Kickin Hard“. Das Ergebnis ist ein Sound, der sich klar an den aktuellen Club- und Festivalproduktionen orientiert, ohne den ursprünglichen Spirit zu verlieren.
Schon nach wenigen Sekunden wird klar, wohin die Reise geht. Die Produktion setzt auf kräftige Kicks, treibende Basslines und einen Drop, der direkt auf große Dancefloors zielt. Gleichzeitig bleiben die bekannten Elemente des Tracks erhalten – genau das sorgt für diesen Mix aus Nostalgie und moderner Energie. Special D. bringt dabei seinen typischen Hands-Up-Touch ein, der Fans der frühen 2000er sofort abholt. Andy Judge steuert mit seinen Vocals die nötige Portion Attitude bei und sorgt dafür, dass der Song nicht nur instrumental funktioniert, sondern auch eine klare Hook besitzt. Zusammen mit Brooklyn Bounce entsteht eine Produktion, die wie ein Update für eine neue Generation klingt, ohne den Klassiker komplett umzubauen. Der Track bleibt kompromisslos auf Club-Modus eingestellt und liefert genau die Energie, die man von Festival-Stages oder großen EDM-Events erwartet.
Interessant ist vor allem die zeitliche Brücke, die dieser Release schlägt. Zwischen der Brooklyn-Bounce-Version und der neuen Produktion liegen mehr als zwei Jahrzehnte – und doch wirkt „Kickin Hard“ immer noch erstaunlich frisch. Das liegt vor allem daran, dass der Track schon immer auf rohe Energie gesetzt hat. Genau diese Energie wird hier neu interpretiert. Die Produktion ist moderner, die Drops sind größer und der Sound insgesamt deutlich druckvoller. Trotzdem bleibt das Grundgefühl erhalten: ein Track, der keine komplizierten Umwege macht, sondern direkt auf maximale Dancefloor-Wirkung abzielt. Für ältere Fans ist das eine schöne Erinnerung an die Hochphase des Hands-Up-Sounds, für jüngere Clubgänger einfach ein kräftiger Festival-Banger. „Kickin Hard“ zeigt damit ziemlich deutlich, wie gut alte Clubideen funktionieren können, wenn man sie mit aktueller Produktionstechnik neu auflädt. Ein Update, das weniger nostalgisch als vielmehr energiegeladen wirkt – und genau deshalb perfekt in moderne DJ-Sets passt.
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