Cover: Sueli de Melo - Portofino
7/8
mix1 Bewertung

Sueli de Melo singt in „Portofino“ vom Sommerflirt

Sueli de Melo tauscht für ihre Single „Portofino“ den Alltag gegen Segelboot, Meer und italienische Riviera. Die gebürtige Brasilianerin und Wahl-Österreicherin erzählt darin von einer Sommerromanze, die ziemlich klassisch beginnt und dann plötzlich mehr wird: Sonne, Wasser, ein kleines Boot und eine Begegnung, die nicht einfach als nette Urlaubserinnerung abgehakt werden kann. Musikalisch bewegt sich die Nummer im deutschen Schlager, bekommt durch das italienische Thema aber eine klare mediterrane Färbung. Zentral ist eine eingängige „Nananana“-Hook, die zusammen mit dem sommerlichen Beat den leichtfüßigen Charakter des Songs bestimmt. Sueli de Melos brasilianische Wurzeln passen gut zu dieser Idee, schließlich gehört Temperament ohnehin zu ihrem Auftreten. Die italienische Kulisse kommt diesmal noch obendrauf. Inhaltlich bleibt die Geschichte bewusst überschaubar und funktioniert gerade deshalb ohne große Erklärungen: Urlaub, Flirt, Sonne und dieser eine Moment, der eine Reise plötzlich deutlich interessanter macht als ursprünglich geplant. „Portofino“ spielt damit ganz offen mit bekannten Bildern eines Sommers am Mittelmeer, nimmt die Sache allerdings nicht unnötig ernst. Ein Augenzwinkern gehört zur Nummer genauso wie der Refrain. Hinter dem Song steckt Erwin Brand, von dem sowohl der Text als auch die ursprüngliche Idee stammen. Jenny van Bree und Wolfgang Nadrag waren ebenfalls kreativ beteiligt. Nadrag übernahm zudem die musikalische Produktion.

Beim Musikvideo beließ es das Team nicht bei ein paar mediterranen Requisiten vor heimischer Studiowand. Sueli de Melo reiste gemeinsam mit Erwin Brand und dem Team von Lumina Records nach Italien, um die Bilder direkt vor Ort einzufangen. Das passt zum Song, der seine Geschichte schließlich ziemlich konkret an der italienischen Riviera verortet. Wolfgang Nadrag kreierte das Video, Jenny van Bree war an der Organisation beteiligt. Vor mediterranen Kulissen spielt Sueli de Melo die sommerliche Geschichte der Single auch vor der Kamera aus. Damit greifen Musik und Video denselben Gedanken auf, ohne dass Portofino lediglich als hübscher Name im Refrain herhalten muss. Die Reise nach Italien machte das Motiv zum tatsächlichen Schauplatz der Produktion. Für eine Nummer über Segelboot, Sonnenschein und Urlaubsromanze ist das zumindest konsequenter, als das Mittelmeer per Greenscreen zu bestellen. Suelis temperamentvolle Performance bildet dabei den Gegenpol zur entspannten Dolce-Vita-Kulisse. Genau aus diesem Kontrast speist sich auch die Grundidee des Projekts: brasilianische Herkunft, deutscher Schlager und italienisches Lebensgefühl treffen in einer Produktion zusammen. Das Video übersetzt diese Mischung direkt in Bilder und bleibt nah an der erzählten Sommergeschichte.

Auch hinter den Kulissen trifft bei „Portofino“ kein neu zusammengewürfeltes Team aufeinander. Erwin Brand, Jenny van Bree und Wolfgang Nadrag haben bereits an gemeinsamen Schlagerproduktionen gearbeitet. Zu den genannten Referenzen gehört „Das bleibt unter uns Chérie“ von Fantasy. Bei Sueli de Melos neuer Nummer übernimmt Nadrag gleich mehrere Aufgaben: Neben seiner kreativen Mitarbeit verantwortet er die musikalische Produktion und kreierte das Musikvideo. Brand brachte die ursprüngliche Songidee ein und schrieb den Titel, während van Bree kreativ mitwirkte und die Dreharbeiten in Italien mitorganisierte. Veröffentlicht wird „Portofino“ über Lumina Records. Inhaltlich und visuell bleibt die Produktion konsequent bei ihrem Schauplatz. Statt Fernweh nur als loses Schlagwort zu verwenden, erzählt der Text eine konkrete Urlaubsszene und das Video führt tatsächlich nach Italien. Dazu kommt Sueli de Melos eigener Hintergrund: In Brasilien geboren, lebt sie heute in Österreich und singt deutschen Schlager. „Portofino“ ergänzt diese Kombination um eine italienische Komponente, ohne daraus eine komplizierte Länderkunde zu basteln. Am Ende zählen Segelboot, Sonne, Sommerflirt und die „Nananana“-Hook. Manchmal darf eine Urlaubsgeschichte schließlich genau das sein: unkompliziert, ein bisschen verspielt und ziemlich weit weg vom Montagmorgen.
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