„Sirens“ von Sven van Holt zwischen Mythos & EDM
Der Münchner Producer und DJ Sven van Holt liefert mit „Sirens“ einen EDM-Track, der ziemlich genau dort ansetzt, wo lange Clubnächte anfangen, verschwommen zu werden. Düster, melodisch und mit einem Vibe irgendwo zwischen Afterhour und Sonnenaufgang auf Ibiza. Dabei steckt hinter dem Song mehr als nur ein weiterer Festival-Track. Sven kombiniert moderne EDM-Sounds mit Motiven aus der griechischen Mythologie und baut daraus eine Nummer, die gleichzeitig mysteriös und emotional wirkt. Inspiriert wurde „Sirens“ von den sagenumwobenen Sirenen, deren Stimmen Seeleute komplett in ihren Bann gezogen haben sollen. Genau dieses Gefühl will Sven auch musikalisch transportieren – hypnotisch, intensiv und schwer zu ignorieren.
Dass Sven van Holt genau weiß, wie Dancefloors funktionieren, hört man dem Track sofort an. Seine Wurzeln reichen zurück bis in die frühen 2000er, als er mit Vinyl auflegte und sich durch Münchens Plattenläden arbeitete. Mit Klassikern von Paul van Dyk, Sasha, John Digweed, Carl Cox oder Tiësto im Gepäck entwickelte er Schritt für Schritt seinen eigenen Stil. Besonders prägend waren seine Erfahrungen auf Ibiza. Dort öffnete ihm ein DJ-Workshop die Türen zu Auftritten in bekannten Clubs wie Privilege, Amnesia oder Bora Bora. Genau dieses Freiheitsgefühl der Insel zieht sich heute noch durch seine Produktionen. „Sirens“ klingt deshalb nicht nur cluborientiert, sondern auch nach warmen Nächten, verschwitzten Dancefloors und diesem Moment, wenn man komplett im Track verschwindet.
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