Tami Neilson singt „Are You Sure“ neu
Zum Kinostart von Holy Days in Nordamerika gibt’s nicht nur Bilder, sondern auch einen ziemlich starken musikalischen Moment: Tami Neilson liefert mit „Are You Sure“ eine Neuinterpretation, die dem Original von Aretha Franklin Respekt zollt, ohne einfach nur eine Kopie zu sein. Der Song, ursprünglich aus den späten Fünfzigern, bekommt hier ein Update, das gleichzeitig nostalgisch und frisch wirkt. Neilson bleibt nah an der emotionalen Tiefe des Originals, bringt aber ihre eigene Stimme und diesen leicht rauen, souligen Country-Vibe rein. Das Ergebnis fühlt sich weniger wie ein klassisches Cover an und mehr wie eine persönliche Neu-Erzählung – genau das, was man sich für einen Filmsoundtrack wünscht.
Auch der Film selbst setzt auf starke Namen. Mit Judy Davis, Jacki Weaver und Miriam Margolyes ist das Ensemble ziemlich hochkarätig besetzt, während Elijah Tamati als Newcomer im Zentrum steht. Diese Mischung aus erfahrenen Schauspielerinnen und frischem Talent spiegelt sich auch im Soundtrack wider: Alt trifft auf Neu, Klassiker werden neu gedacht. Regisseurin Nat Boltt hat Neilson bewusst für „Are You Sure“ ins Boot geholt – und das hört man. Der Track wirkt nicht wie ein nachträglicher Zusatz, sondern wie ein integraler Teil der Story, der die emotionale Ebene des Films unterstützt.
Spannend ist auch, dass Neilson gleich mit mehreren Songs auf dem Soundtrack vertreten ist. Neben „Are You Sure“ tauchen auch „Sister Mavis“ und „Queenie Queenie“ auf, was dem Ganzen eine klare musikalische Handschrift gibt. Dadurch entsteht kein zusammengewürfelter Soundtrack, sondern eher ein roter Faden, der sich durch den Film zieht. Insgesamt ist diese Veröffentlichung ein gutes Beispiel dafür, wie man Klassiker respektvoll modernisiert und gleichzeitig neue Akzente setzt. „Are You Sure“ funktioniert dabei sowohl im Kontext des Films als auch für sich allein – ein Track, der Emotion transportiert, ohne sich aufzudrängen, und genau deshalb hängen bleibt.
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