Cover: Tarja - At Sea
7/8
mix1 Bewertung

Tarja zeigt neue Härte mit Single „At Sea“

Tarja meldet sich mit ordentlich Druck zurück. Mit der neuen Single „At Sea“ gibt die finnische Sängerin einen ersten Vorgeschmack auf ihr kommendes Album „Frisson Noir“. Der Track zeigt ziemlich deutlich, wohin die Reise geht: härter, dunkler und kompromissloser als vieles, was man zuletzt von ihr gehört hat. „At Sea“ kombiniert Tarjas unverwechselbare Opern-Stimme mit schweren Gitarren, dramatischen Arrangements und einer Atmosphäre, die irgendwo zwischen epischem Metal und emotionalem Sturm auf hoher See liegt. Inhaltlich geht es um Orientierung, innere Stärke und das Gefühl, seinen eigenen Platz zu finden – Themen, die Tarja schon länger begleiten, hier aber noch einmal deutlich kraftvoller wirken. Der Song funktioniert dabei sowohl als intensiver Metal-Track als auch als kleiner Hinweis darauf, dass das kommende Album musikalisch ordentlich Wellen schlagen könnte.

„Frisson Noir“ erscheint im Sommer über earMUSIC und gilt schon jetzt als das härteste Album ihrer bisherigen Karriere. Nach Jahren, in denen Tarja immer wieder zwischen Klassik, Rock und symphonischen Experimenten unterwegs war, kehrt sie hier spürbar zu ihren Metal-Wurzeln zurück. Auf insgesamt zehn Songs liefert sie eine Mischung aus epischer Wucht, düsteren Klanglandschaften und emotionalen Momenten. Unterstützung bekommt sie dabei von einigen ziemlich prominenten Gästen. Dani Filth von Cradle of Filth bringt seine charakteristische Extreme-Metal-Stimme mit, während Apocalyptica erneut ihre markanten Cello-Sounds beisteuern. Auch Marko Hietala, vielen noch aus seiner Zeit bei Nightwish bekannt, ist auf dem Album zu hören. Dazu gesellt sich mit Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers ein Drummer, der für zusätzliche Energie sorgt. Diese Kombination aus unterschiedlichen musikalischen Persönlichkeiten verleiht dem Album eine spannende Dynamik.

Für den finalen Sound von „Frisson Noir“ war der GRAMMY-prämierte Produzent Neal Avron verantwortlich, der bereits mit Bands wie Linkin Park, Skillet und Disturbed gearbeitet hat. Sein Mix verbindet moderne Metal-Power mit den klassischen Elementen, die Tarjas Musik seit Jahren prägen: große Melodien, orchestrale Details und natürlich ihre markante Stimme, die selbst über massive Gitarrenwände hinweg sofort erkennbar bleibt. „At Sea“ zeigt bereits, wie gut diese Mischung funktioniert. Der Song wirkt gleichzeitig episch und direkt, dramatisch und trotzdem eingängig. Für Fans von symphonischem Metal dürfte das kommende Album damit zu den spannendsten Releases des Jahres gehören – und Tarja scheint bereit zu sein, mit „Frisson Noir“ eine ihrer intensivsten Phasen einzuleiten.

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