Cover: The Bunnybutton Club - Diddeldidi
7/8
mix1 Bewertung

Ist das der schmutzigste saubere Popsong des Jahres?

„Diddeldidi“ ist familienfreundlich. Nach derzeitiger Aktenlage.Offiziell passiert in diesem Song nichts. Wirklich gar nichts. Es wird ein bisschen gediddeldidit, gebibbidi-bamt und gewobbelt. Irgendwann sind die Haare durcheinander, die Nachbarn auffällig still und auf der Bettwäsche liegt Glitzer, dessen Herkunft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht näher erläutert wird. The Bunnybutton Club nimmt das älteste Pop-Thema der Welt und jagt es einmal komplett durch die sprachliche Waschanlage. Übrig bleiben Fantasiewörter, harmlose Reime und Formulierungen, gegen die vermutlich nicht einmal ein sehr nervöser Jugendschutzbeauftragter etwas einwenden könnte.

Der Spotify-Player erscheint nur bei Promo-Einträgen: Weitere Informationen
Das Problem ist nur: Jeder weiß trotzdem genau, was gemeint ist. „Diddeldidi“ ist damit vielleicht der sauberste schmutzige Popsong des Jahres – oder der schmutzigste saubere. Je nachdem, welche Abteilung gerade zuhört. Musikalisch trifft hypermoderner, basslastiger Pop auf absurd niedliche Sounds, trockenes Erwachsenengrinsen und einen Hook, der sich so unschuldig gibt, dass man ihm eigentlich sofort misstrauen sollte.

Das ist süß.
Das ist sauber.
Das ist offenbar harmlos.

Und wenn jemand bei „Fiddle your noodle till quarter past five“ etwas Unanständiges versteht, möchten wir ausdrücklich festhalten:
Das stand da so nicht.

The Bunnybutton Club – Diddeldidi
Jugendfrei.
Harmlos.
Völlig unbedenklich.

Wir würden es nur nicht unserem Nachbarn vorspielen.

Video

Anzeige
Anzeige

Musik-Newsletter