Mit „Aurora“ zeigen YES, dass Progressive Rock auch nach Jahrzehnten noch neugierig, verspielt und überraschend klingen kann. Für die Band begann das Album ohne festen Plan. Statt eines großen Konzepts standen zunächst nur kleine musikalische Ideen im Raum, die sich nach und nach zusammenfügten. Genau diese lockere Herangehensweise hört man der Platte an. Viele Songs wirken offen, atmosphärisch und so, als hätten YES bewusst Platz für spontane Momente gelassen. Der Titel „Aurora“ passte deshalb schnell perfekt zur Stimmung des Albums: Licht, Weite und Aufbruch ziehen sich spürbar durch die Musik.
Steve Howe beschreibt die Arbeit an der Platte als kreativen Prozess, bei dem Experimentieren und Zusammenarbeit im Mittelpunkt standen. Genau das war schon immer ein wichtiger Teil des YES-Sounds. Zwar bringt oft jemand eine Grundidee mit, doch erst durch die gemeinsame Arbeit entsteht daraus ein echter YES-Song. Spannend ist dabei vor allem, dass die Band nicht versucht, alte Klassiker einfach zu kopieren. Stattdessen greifen YES den Geist ihrer früheren Werke auf und entwickeln ihn weiter. Dadurch klingt „Aurora“ vertraut genug für langjährige Fans, gleichzeitig aber frisch und modern genug, um nicht in Nostalgie stecken zu bleiben.
Auch bei den Veröffentlichungen fahren YES ordentlich auf. „Aurora“ erscheint in mehreren Deluxe-Editionen mit hellgrüner 180g-2LP, CDs, Blu-ray, Artbook und Poster. Dazu kommen Instrumentalversionen sowie Dolby-Atmos- und Surround-Mischungen für Fans, die möglichst tief in die Klangwelten eintauchen wollen. Besonders das Artwork von Roger Dean und Freya Dean sorgt erneut für diesen typischen YES-Look zwischen Fantasy und Science-Fiction. Mit ihrem 24. Studioalbum beweisen YES damit nicht nur beeindruckende Ausdauer, sondern vor allem die Lust, musikalisch weiter Neues auszuprobieren.