„Weißt du überhaupt noch wer ich bin?“ von Zartmann
Mit „Weißt du überhaupt noch wer ich bin?“ legt Zartmann eine neue Single vor, die sich wie ein bewusst gesetzter Neustart anfühlt. Fast ein Jahr lang gab es keine neue Musik des Berliner Indie-Künstlers, obwohl sein Name in Medien und auf Social Media ständig präsent blieb. Jetzt kommt der nächste Schritt genau zum richtigen Moment: Die Veröffentlichung fällt mit dem großen Tourfinale in der ausverkauften Berliner Max-Schmeling-Halle zusammen. Ein Abend, der sich gleichzeitig nach Abschluss und Aufbruch anfühlt. Genau diese Stimmung schwingt auch im Song mit – zwischen Rückblick und der Frage, was als Nächstes kommt.
Musikalisch bleibt Zartmann seinem Stil treu, schiebt ihn aber gleichzeitig ein Stück weiter in Richtung Club. Drückende Bässe, flirrende Synths und eine dichte Atmosphäre bilden den Rahmen für eine Geschichte über Entfremdung mitten im Nachtleben. „Weißt du überhaupt noch wer ich bin?“ beschreibt diesen Moment, wenn zwei Menschen sich anschauen, aber trotzdem Welten zwischen ihnen liegen. Die Verbindung wirkt noch da, doch irgendetwas ist verloren gegangen. Genau diese Mischung aus Melancholie und urbaner Energie gehört längst zu Zartmanns Markenzeichen. Seine Songs fühlen sich an wie kurze Szenen aus einer Berliner Nacht – intensiv, emotional und ein bisschen verschwommen, als würde man sie am nächsten Morgen noch einmal im Kopf durchgehen.
Dass der Berliner aktuell zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Indie-Szene gehört, lässt sich kaum übersehen. Mit „tau mich auf“ landete er nicht nur seine erste Nummer eins in den deutschen Singlecharts, sondern sammelte auch über 212 Millionen Streams. Dazu kommen mehrere Auszeichnungen, darunter zwei 1Live Kronen für „Bester Künstler“ und „Bester Song“, ein Bambi als Musikact des Jahres sowie der Deutsche Musikautor:innenpreis für das erfolgreichste Werk. Auch vom BVMI wurde er als „Newcomer of the Year“ ausgezeichnet. „Weißt du überhaupt noch wer ich bin?“ zeigt nun, dass Zartmann diesen Moment nutzt, um seinen Sound weiterzuentwickeln – emotionaler Indie mit clubtauglicher Energie und dem Blick auf die fragile Seite moderner Beziehungen.
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