Ariana Grande hat in Deutschland schon reichlich Chartluft geschnuppert, ganz oben fehlte ihr Name bislang allerdings. Das ändert sich mit ihrem achten Studioalbum „petal“. Die US-Sängerin landet damit erstmals auf Platz eins der Offiziellen Deutschen Albumcharts von GfK Entertainment. Gleichzeitig handelt es sich laut den vorliegenden Angaben um Grandes erste Spitzenposition im gesamten deutschen Chartsranking und ihren bislang stärksten Albumstart hierzulande. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil ihre Singles längst Dauergäste in den deutschen Charts sind. „7 rings“, „Thank U, Next“, „Positions“, „yes, and?“ oder „We can't be friends (wait for your love)“ gehören zu den Songs, mit denen sie in den vergangenen Jahren regelmäßig hohe Platzierungen erreichte. Beim Albumranking musste sie dagegen bis „petal“ auf die Nummer eins warten. Hinter der Platte steckt erneut die Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Kreativpartner Ilya Salmanzadeh. Dieses Mal fällt die Produktion deutlich reduzierter aus als bei vielen früheren Grande-Veröffentlichungen. Luftige Synthesizer treffen auf warme R&B-Texturen, während die Arrangements vergleichsweise viel Platz lassen. Max Martin war punktuell an der Produktion beteiligt. Grande selbst übernahm als Executive Producer die kreative Leitung des Projekts. Dadurch liegt der Fokus stärker auf ihrer Stimme und den Texten, statt jeden freien Zentimeter mit Produktionstricks auszupolstern. Ein ziemlich sinnvoller Ansatz bei einer Sängerin, deren Stimme ohnehin selten zusätzliche Dekoration braucht.
Inhaltlich kreist „petal“ um Wachstum unter schwierigen Bedingungen. Das Motiv „growing through the cracks“ zieht sich durch das Album und beschreibt einen Prozess, bei dem Verletzlichkeit, Veränderung und weibliche Wut nebeneinander existieren dürfen. Sämtliche Zeilen stammen laut Universal Music aus Grandes eigener Feder. Anton Schiermann, Junior Marketing Manager bei Universal Music International, hebt genau diesen Aspekt hervor und beschreibt das Album als Auseinandersetzung mit dem Wachsen unter schwierigen Bedingungen. Die Nummer eins in Deutschland bekommt dadurch noch eine zweite Ebene: Grande erreicht ihren bislang größten deutschen Albumerfolg ausgerechnet mit einer Platte, die produktionstechnisch weniger auf maximale Pop-Wucht ausgerichtet ist. Stattdessen bestimmen zurückgenommene Arrangements, Synthesizer und R&B-Elemente das Klangbild. Ilya Salmanzadeh spielt dabei erneut eine zentrale Rolle. Der schwedisch-iranische Songwriter und Produzent arbeitet bereits seit Jahren mit Grande zusammen, während Max Martin bei „petal“ ergänzend Produktionsarbeit übernahm. Ulf Zick, President International Repertoire, bezeichnet die erste deutsche Nummer eins als besonderen Erfolg und verweist auf die langjährige Verbindung zwischen Grande und ihrem Publikum in Deutschland. Dass es bis zu ihrem achten Studioalbum dauerte, verleiht der Platzierung durchaus eine kleine statistische Pointe. International kennt Grande Spitzenplätze schließlich ziemlich gut. Neun Nummer-eins-Hits in den Billboard Hot 100 stehen in ihrer bisherigen Karriere zu Buche, sieben davon stiegen direkt an der Spitze ein. Außerdem war sie die erste Künstlerin seit den Beatles, die gleichzeitig die ersten drei Positionen der US-Singlecharts belegte: „7 Rings“, „Break Up With Your Girlfriend, I'm Bored“ und „thank u, next“ machten das Trio komplett. Hinzu kommen weltweit mehr als 125 Milliarden Streams und acht Platin-Alben in Folge.
Ihr vorheriges Album „Eternal Sunshine“ erreichte bereits Platz eins der Billboard 200. Daraus gingen mit „Yes, and?“ und „We Can’t Be Friends (Wait for Your Love)“ zwei aufeinanderfolgende Nummer-eins-Debüts in den Billboard Hot 100 hervor. Parallel zur Musik hat Grande ihre Arbeit als Schauspielerin deutlich ausgebaut. In Jon M. Chus „Wicked“ und „Wicked: For Good“ übernahm sie die Rolle der Glinda an der Seite von Cynthia Erivo als Elphaba. Zum Ensemble gehörten außerdem Michelle Yeoh, Jonathan Bailey und Jeff Goldblum. Beide Filme spielten nach den vorliegenden Angaben weltweit zusammen mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar ein. Für ihre Darstellung erhielt Grande Nominierungen bei den Oscars, Golden Globes, BAFTAs, Critics’ Choice Awards und SAG Awards in der Kategorie Beste Nebendarstellerin. Weitere Film-, Fernseh- und Bühnenprojekte sind bereits geplant: Die Dreharbeiten zu Universals „Focker-In-Law“ mit Ben Stiller und Robert De Niro sind abgeschlossen, außerdem soll Grande gemeinsam mit Jonathan Bailey in einer Neuauflage von „Sunday in the Park with George“ ihr West-End-Debüt geben. Dazu kommen eine Sprecherrolle in der animierten Musical-Adaption „Oh, the Places You’ll Go!“ von Warner Bros. sowie ein geplanter Auftritt in „American Horror Story“. Bei all diesen Nebenbaustellen bleibt die Musik also keineswegs liegen. Mit „petal“ hat Grande nun auch eine auffällige Lücke in ihrer deutschen Chartbilanz geschlossen: Nach zahlreichen erfolgreichen Singles steht erstmals eines ihrer Alben ganz oben.
Ariana Grande: „petal“ erobert Platz eins in den Album-Charts
Meldung vom 07.08.2026
News zum Thema Ariana Grande
Quelle: Universal Music / mix1 ·
Kurz-Url: https://www.mix1.de/n95501