Bowie war der Meister der Metamorphose: Ziggy Stardust mit Glitzer und Außerirdischenblick, der bleiche Thin White Duke in maßgeschneiderter Kühle, und schließlich der „normale“ Bowie – wobei selbst der nie ganz normal war. Kelleter begnügt sich nicht mit einer Aufzählung der Stationen. Er analysiert, beobachtet, erzählt – und macht sichtbar, was Bowies Wandelbarkeit über Popkultur, Identität und Zeitgeist verrät. Dazu gibt’s 15 farbige Abbildungen, die Erinnerungen wachrufen oder neue Perspektiven eröffnen – je nachdem, ob man Bowie schon im Plattenschrank hat oder erst seit gestern kennt.
Das Buch ist kein dröger Faktenkatalog, sondern ein schlauer Liebesbrief. Kelleter nimmt uns mit in die Bowie-Galaxie, ohne den Leser zu verlieren. Seine 100 Seiten sind kompakt, aber reichhaltig. Und wer sich fragt, warum der Typ mit den zwei verschiedenfarbigen Augen immer noch relevant ist, bekommt hier mehr als eine Antwort. Man erfährt, wie sehr Bowie mit jeder Rolle auch ein Stück Popgeschichte geschrieben hat – und warum das alles heute noch nachwirkt. Ein Muss für Fans, ein Schatz für Neulinge und ein echtes Kleinod im Bücherregal.