Burger nimmt seine Leser mit in die Abgründe, aber auch in die Höhen seines Lebens. Was bringt jemanden aus einer gebildeten Familie dazu, sich der Skinhead-Szene anzuschließen? Und wie gelingt der Ausstieg? Wer sich auf dieses Buch einlässt, bekommt keine Heldenpose serviert, sondern das Porträt eines Mannes, der sich seinen Dämonen gestellt hat – im Innen wie im Außen. Dabei geht es nicht nur um Politik, Schuld und Buße. Sondern auch um Freiheit, Vatersein, Landwirtschaft und das große Wort „Heimat“, das Burger mit Leben füllt, statt es zur Floskel verkommen zu lassen.
Das Ergebnis ist eine Biografie, die irgendwo zwischen Wut, Wildheit und Weitblick pendelt. Burger erzählt, wie er seine Ideale hinterfragt hat, wie er mit Vorverurteilungen lebt – und warum er trotzdem an einen offenen Dialog glaubt. Authentisch? Ja. Perfekt? Sicher nicht. Aber genau das macht dieses Buch so lesenswert: Es zeigt, wie kompliziert ein Mensch sein darf. Und dass der Weg zur Veränderung selten geradeaus führt. Ein Buch für alle, die lieber nachfragen, als vorschnell zu verurteilen.