Filmtipp: POWER BALLAD – DER SONG MEINES LEBENS
Rick lebt den Traum, den viele kennen: Bühne, Mikro, Applaus – nur halt im Hochzeits-Loop statt im großen Stadion. Paul Rudd spielt diesen leicht abgehalfterten, aber immer noch charmanten Frontmann mit genau der Mischung aus Selbstironie und Wärme, die man von ihm erwartet. Seine Figur wirkt nie verbittert, eher wie jemand, der sich mit der Realität arrangiert hat, aber innerlich noch nicht ganz abgeschlossen hat. Als dann Danny auftaucht, gespielt von Nick Jonas, bekommt die Story plötzlich einen frischen Puls. Der ehemalige Boyband-Star bringt nicht nur Glam-Vergangenheit mit, sondern auch ordentlich Unsicherheit hinter der coolen Fassade. Diese Dynamik macht direkt Spaß, weil sie sich nicht geschniegelt anfühlt, sondern angenehm locker.Die gemeinsame Jam-Session der beiden ist so ein Moment, bei dem man merkt, warum Regisseur John Carney für Musikfilme gefeiert wird. Ähnlich wie in Once oder Can a Song Save Your Life? entsteht Magie nicht durch große Effekte, sondern durch kleine, ehrliche Augenblicke. Die Songs wirken organisch, fast so, als würde man bei der Entstehung direkt daneben sitzen. Dabei geht’s nicht nur um Hits, sondern um dieses Gefühl, wenn Musik plötzlich wieder Sinn gibt. Dass Danny mit einem Song von Rick durchstartet, sorgt dann für die erste echte Reibung – und die ist überraschend bodenständig erzählt, ohne unnötiges Drama.
Kinostart: 25.06.2026
im Verleih von LEONINE Studios