Die Erinnerungen, die Wanda festhält, sind keine makellosen Heldengeschichten. Vielmehr zeigt er, wie fragil Erfolg sein kann und was dafür geopfert wird. Er spricht über die Rastlosigkeit des Tourlebens, über Freundschaften, die halten oder zerbrechen, und über Wien als ständige Bühne seiner eigenen Biografie. Dabei durchzieht den Text eine lakonische Ehrlichkeit, die selten geworden ist. Wanda schreibt nicht, um sich zu inszenieren, sondern um festzuhalten, was bleibt, wenn die Scheinwerfer ausgehen. Dass er dabei auch vom Tod und von Verlust spricht, macht das Buch nicht düster, sondern tiefgründig – fast wie ein Gegenpol zur Euphorie, die seine Band so oft entfacht.
Sein Debüt liest sich wie ein Selbstporträt ohne Filter: Ein Künstler, der vieles erreicht hat und sich dennoch die Freiheit nimmt, Schwächen zu zeigen. Vielleicht ist genau das die große Stärke dieses Buches. Denn Wanda liefert keinen Mythos, sondern ein Stück gelebte Realität, die in ihrer Ehrlichkeit beeindruckt. Wer ihn bisher nur als charismatischen Frontmann kannte, bekommt hier einen neuen Blick – auf den Menschen dahinter, der weiß, wie nah Triumph und Scheitern beieinander liegen können. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Das Leben ist kein gerader Weg, aber genau das macht es lesenswert.