Melissa Naschenweng wird Filmstar
Wenn man dachte, Melissa Naschenweng hätte gerade eh schon genug zu tun, kommt jetzt der nächste Move um die Ecke: Filmhauptrolle. Kein kleines Nebenprojekt, sondern direkt Lead in Herzklang – Zurück zu mir. Parallel dazu droppt sie mit „Hoamat in mir“ den passenden Soundtrack – und der zeigt ziemlich klar, dass hier gerade mehr passiert als nur ein normaler Release-Zyklus. Nach der erweiterten Version ihres Albums Alpenbarbie – Rosa Dynamit und ihrem nächsten Award-Erfolg wirkt das Ganze wie der nächste logische Schritt, nur eben eine Spur größer gedacht. Statt nur Bühne jetzt auch Kamera – aber ohne ihre musikalische Handschrift zu verlieren.Im Film spielt sie Melanie Buchauer, eine Schlagersängerin, die nach einem persönlichen Crash zurück auf die Alm geht – klassisches Setup, aber emotional aufgeladen. Es geht um Rückzug, Neuanfang und dieses „sich selbst wieder einsammeln“, wenn alles kurz auseinanderfliegt. Genau da dockt auch „Hoamat in mir“ an: Der Song trägt diese Story weiter, ohne wie ein reiner Filmsong zu wirken. Warme Vocals, natürliche Sounds und ein ruhiger Aufbau machen ihn eher zu einem Gefühl als zu einem klassischen Schlager-Track. Man merkt schnell, dass hier nicht auf schnellen Ohrwurm gesetzt wird, sondern auf Stimmung. Und das passt ziemlich gut zur Filmidee, die mehr auf Atmosphäre als auf große Dramatik geht.
Spannend ist vor allem, wie selbstverständlich Melissa Naschenweng diesen Switch hinbekommt. Es wirkt nicht wie ein harter Bruch zwischen Musik und Schauspiel, sondern eher wie eine Erweiterung von dem, was sie eh schon macht: Geschichten erzählen. Dass der Film jetzt auch im TV und Streaming läuft, gibt dem Ganzen nochmal eine andere Reichweite. Und genau deshalb fühlt sich dieses Projekt weniger wie ein einmaliger Ausflug an, sondern eher wie der Start von etwas Neuem. Musik bleibt die Base, aber drumherum wird’s größer – und ein bisschen cineastischer.