23 Wochen auf Platz eins: Sam Fender und Olivia Dean haben mit „Rein Me In“ einen Rekord in den UK Official Singles Charts gebrochen, der 73 Jahre Bestand hatte. Die gemeinsame Version hält sich damit länger an der Spitze als jeder Song zuvor. Der bisherige Bestwert gehörte Frankie Laine. Sein „I Believe“ kam auf insgesamt 18 Wochen auf Rang eins – eine Marke, die über sieben Jahrzehnte unangetastet blieb. Fender und Dean liegen inzwischen fünf Wochen darüber. Für Sam Fender bekommt die Sache noch eine zweite Ebene: „Rein Me In“ ist seine erste Nummer-eins-Single in Großbritannien. Ausgerechnet ein Stück, das zunächst nicht als gemeinsames Projekt mit Olivia Dean entstand, beschert ihm damit seinen bislang größten Single-Chart-Erfolg in der Heimat. Der Abstand zum alten Rekord macht die Dimension recht greifbar. 18 Wochen waren bereits eine ziemlich hartnäckige Angelegenheit; 23 Wochen bedeuten fast ein halbes Jahr an der Spitze der britischen Singlecharts. Und das in einem Chartbetrieb, in dem jede Woche neue Veröffentlichungen um dieselbe Position kämpfen. Viel mehr Statistik braucht es an dieser Stelle eigentlich nicht. Sam Fender und Olivia Dean haben die alte Bestmarke nicht nur erreicht, sondern inzwischen deutlich hinter sich gelassen.
Die Geschichte von „Rein Me In“ begann allerdings nicht als Duett. Der Song war ursprünglich Teil von Sam Fenders Nummer-eins-Album „People Watching“. Erst für die neue Fassung kam Olivia Dean hinzu. Die Grammy-Preisträgerin steuerte eine zusätzliche Strophe bei und veränderte damit einen entscheidenden Punkt des Stücks: die Perspektive. Statt lediglich eine zweite Stimme über bereits vorhandene Passagen zu legen, bekam Dean eigenen inhaltlichen Raum. Genau darauf verweist Fender selbst, wenn er über die Zusammenarbeit spricht. Olivia habe „Rein Me In“ um eine weibliche Perspektive ergänzt; seiner Einschätzung nach sei der Song dadurch besser geworden. Das ist eine recht konkrete Beschreibung dessen, was die neue Version vom ursprünglichen Albumtrack unterscheidet. Dean fungiert hier nicht als kurzer Gast für ein paar gemeinsame Zeilen, sondern bringt einen zusätzlichen Blickwinkel in den Text. Dass ausgerechnet diese Fassung anschließend einen historischen Chartlauf hinlegt, ist zumindest eine bemerkenswerte Wendung in der Veröffentlichungsgeschichte des Songs. Zumal „People Watching“ zuvor bereits Platz eins der britischen Albumcharts erreicht hatte. Fender kann damit einen Nummer-eins-Erfolg auf Albumebene und nun erstmals auch an der Spitze der Singles verbuchen. Bei Olivia Dean kommt wiederum eine Zusammenarbeit hinzu, deren kommerzielles Ergebnis inzwischen weit über eine gewöhnliche Feature-Veröffentlichung hinausgeht. Der Rekord hängt schließlich an genau dieser gemeinsamen Version.
Besonders kurios wirkt im Rückblick die Lebensdauer des bisherigen Spitzenwerts. Frankie Laines „I Believe“ hatte mit 18 Wochen eine Zahl vorgelegt, an der über Generationen britischer Popstars niemand vorbeikam. Nun steht „Rein Me In“ bei 23 Wochen. Der Vergleich führt zwei sehr unterschiedliche Kapitel britischer Chartgeschichte zusammen, ohne dass man daraus irgendeine große Pop-Philosophie basteln müsste. Die Zahlen erledigen den Job allein. Fünf zusätzliche Wochen auf Rang eins reichen, um eine 73 Jahre alte Bestmarke abzulösen. Für Fender ist das zugleich ein ziemlich ungewöhnlicher Weg zur ersten britischen Nummer-eins-Single: Der entscheidende Song stammt aus einem bereits erfolgreichen Albumkontext, wurde anschließend mit Olivia Dean um eine weitere Strophe ergänzt und entwickelte sich in dieser Fassung zum Rekordhalter. Gerade die Ergänzung durch Dean gehört deshalb zur Geschichte des Erfolgs und nicht bloß in die Klammer hinter dem Songtitel. Inhaltlich bekam „Rein Me In“ durch ihre Passage eine zweite Perspektive, statistisch steht die gemeinsame Aufnahme inzwischen allein an der Spitze. Mehr als zwei Jahrzehnte Karrierehistorie oder eine lange Liste vorheriger Nummer-eins-Singles brauchte Fender für diesen Rekord nicht als Vorlauf. Im Gegenteil: Sein erster Spitzenreiter bei den UK-Singles ist direkt der Song geworden, der den bisherigen Langzeitrekord überholt hat. Eine eher seltene Kombination. Und während Frankie Laines 18 Wochen jahrzehntelang als Messlatte dienten, lautet die neue Zahl nun 23. Sam Fender und Olivia Dean haben damit ein Stück britische Chartgeschichte neu geschrieben – ziemlich nüchtern nachzulesen auf Platz eins.
Sam Fender: „Rein Me In“ knackt 73 Jahre alten Rekord
Meldung vom 01.09.2026
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Quelle: Universal Music / mix1 ·
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