Tim Bendzko über Streaming, KI & enttäuschende Einnahmen

Meldung vom 22.01.2026

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Tim Bendzko über Streaming, KI & enttäuschende Einnahmen

Tim Bendzko hat keinen Bock mehr auf Streaming, wie’s aktuell läuft – und das kann man ihm echt nicht verübeln. In einem Interview mit GMX News rechnet der Berliner Sänger ordentlich ab mit dem, was man heute Musikindustrie nennt. Seine Worte? Knallhart ehrlich: „Das ist für die Künstler eine Vollkatastrophe.“ Egal ob Indie-Newcomer oder Schlager-Gigant – laut Tim zieht jeder Künstler den Kürzeren, wenn’s ums Geldverdienen mit Musikstreams geht.

Statt fairer Bezahlung landen die meisten Einnahmen nämlich bei den Großen – auch wenn du selbst nur Bendzko auf Dauerschleife hörst. Wer 10 Euro an Spotify zahlt, finanziert damit vielleicht eher Taylor Swifts Luxuskatze als Tims neue Platte. Autsch.

Auch wenn’s wehtut – die Zahlen sprechen für sich: Ein Stream bringt nach Abzügen gerade mal einen winzigen Bruchteil von einem Cent ein. Da lohnt es sich laut Bendzko fast mehr, gar keine Musik zu machen. Und dann kommt noch KI ins Spiel: künstlich erzeugte Songs, die klanglich okay sind, aber ohne Herz. „Totaler Quatsch“, findet Tim – und fragt sich zurecht, warum man sich computergenerierte Songs geben sollte, wenn es doch echte Künstler mit echten Emotionen gibt. Besonders ärgerlich: Viele KI-Tracks tauchen in Playlists auf, ohne überhaupt als solche gekennzeichnet zu sein. Für Tim ist das ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich jeden Reim, jede Melodie hart erarbeiten.

Trotz allem Frust hängt der Sänger seine Gitarre nicht an den Nagel. Sein neues Album "Alles, nur nicht zurück" ist draußen – ein Titel, der ziemlich gut zu seiner Haltung passt. Aufgeben ist nicht. Auch wenn’s finanziell nicht mehr so rosig aussieht wie zu CD-Zeiten, bleibt die Musik für ihn ein Lebensgefühl. Und wer weiß? Vielleicht kommt bald doch ein Umbruch in der Branche. Immerhin, so Tim, verändert sich die Art, wie wir Musik hören, sowieso alle paar Jahre. Bis dahin heißt es: weitermachen, laut sein – und hoffen, dass die Leute irgendwann wieder für echte Musik zahlen wollen.

Link zum Interview: www.gmx.net/magazine/
Quelle: GMX / mix1 · Kurz-Url: https://www.mix1.de/n95387
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