ZZ Top: ARTE Doku zeigt echte Bandgeschichte
Wenn man an ZZ Top denkt, hat man sofort diese ikonischen Bärte, staubige Gitarrenriffs und einen ziemlich lässigen Texas-Vibe im Kopf. Genau da setzt die Doku „That Little Ol’ Band from Texas“ an und zeigt, dass hinter dem coolen Image deutlich mehr steckt als nur Sonnenbrillen und Blueslicks. Regisseur Sam Dunn nimmt sich die Zeit, die Geschichte von Billy Gibbons, Dusty Hill und Frank Beard auseinanderzunehmen – und das ziemlich entspannt, ohne dabei in trockene Musikdoku-Klischees abzurutschen.Der Film lebt vor allem von seiner Mischung: ehrliche Interviews, altes Archivmaterial und kleine visuelle Spielereien, die das Ganze angenehm auflockern. Besonders spannend ist, wie aus drei eher nerdigen Blues-Fans plötzlich eine Band wird, die den Bluesrock weltweit auf ein neues Level hebt. Dabei geht’s nicht nur um die großen Bühnen oder den MTV-Hype, sondern auch um die Zeit davor – kleine, verrauchte Clubs, lange Autofahrten und dieser unbedingte Wille, ihren eigenen Sound durchzuziehen. Gerade diese Entwicklung macht die Doku so greifbar, weil sie zeigt, dass der Erfolg nicht einfach vom Himmel gefallen ist. Dazu kommen Stimmen von Fans wie Billy Bob Thornton oder Josh Homme, die nochmal unterstreichen, welchen Einfluss die Band wirklich hatte.