Bus fahren

LILITH
Das Musikvideo „Bus fahren“ von LILITH.
2026
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Nach mehr als 230.000 Streams für „28“ greift LILITH mit „BUS FAHREN“ ein Thema auf, das für viele Frauen zum Alltag gehört: sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum und die permanente Wachsamkeit, die damit einhergeht. Hinzu kommt Victim Blaming – die Schuldumkehr, bei der nach Übergriffen plötzlich das Verhalten der Betroffenen diskutiert wird. LILITH stellt dieser Logik Angst, Wut und den Anspruch auf Selbstbestimmung entgegen.

Zwischen der Realität öffentlicher Verkehrsmittel und einer Lamborghini-Fluchtfantasie entsteht ein deutlicher Kontrast. Wenn schon der gewöhnliche Heimweg Vorsicht verlangt, wird das Auto zur gedanklichen Möglichkeit, dieser Situation zu entkommen. „BUS FAHREN“ bleibt jedoch nicht bei der Flucht. Der Urban-/Deutschpop-Song verschiebt die Verantwortung dorthin, wo sie hingehört: weg von den Betroffenen und hin zum übergriffigen Verhalten. Aus Angst wird Wut, aus Wut eine klare Haltung. LILITH beschreibt damit keinen Ausnahmezustand, sondern eine Erfahrung, die gerade durch ihre Alltäglichkeit unbequem ist.

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