OK KID sind zurück – und das nicht leise, nicht zaghaft, sondern mit einem Knall in drei Teilen. „Hoffnung stirbt 3“ heißt der neue Release, und allein der Titel macht direkt klar: Das hier ist kein Wohlfühl-Pop für den nächsten Roadtrip, sondern ein musikalischer Schlag in die Magengrube. Nach fast zwei Jahren Funkstille melden sich die Jungs mit einem Werk zurück, das gleichzeitig ernüchtert, empowert und bewegt. Wer jetzt denkt: „Klingt düster“, hat nicht unrecht – aber bei OK KID war es eh nie ihr Ding, Dinge schönzureden. Vielmehr geht’s um das Gegenteil: Realität benennen, Haltung zeigen – und trotzdem nicht aufgeben.
„Hoffnung stirbt 3“ ist dabei keine klassische Single, sondern ein dreiteiliges Manifest – in Songs gegossen. Jeder Akt bringt eine andere Facette der kollektiven Verzweiflung und des persönlichen Aufbegehrens mit. Es geht um Resignation, Wut, Erschöpfung – aber eben auch um den einen letzten Funken Hoffnung, der sich gegen alle Widerstände behauptet. OK KID klingen dabei wütender, lauter und kompromissloser als je zuvor – und das ist verdammt gut so. Denn wenn eine Band im deutschsprachigen Raum seit Jahren dafür steht, den Finger in die Wunde zu legen, ohne belehrend zu sein, dann sie.
Was wie ein Abgesang beginnt, ist in Wahrheit ein Aufbruch: „Hoffnung stirbt 3“ ist ein lautstarkes „Wir sind noch da!“ in einer Zeit, in der genau solche Stimmen gebraucht werden. Zwischen Pop, Indie und elektronischen Breaks bleiben OK KID sich treu – musikalisch progressiv, textlich pointiert. Kein weichgespültes Comeback, sondern eine künstlerische Kampfansage, die nicht gefallen will, sondern auffordert. Und wer sie über all die Jahre verfolgt hat, weiß: Wenn OK KID nach einer Pause zurückkommen, dann nicht aus Promo-Gründen, sondern weil sie wirklich was zu sagen haben. 2026 bekommt mit „Hoffnung stirbt 3“ eine neue Hymne – für alle, die trotz allem nicht den Glauben verlieren wollen.