One Battle After Another

Trailer | FSK 16
2026
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Wenn ein alter Revolutionär auf einen alten Feind trifft, kracht’s gewaltig – vor allem im Kopf. In One Battle After Another stolpert Leonardo DiCaprio als verwahrloster Ex-Aktivist Bob durch ein Leben am Abgrund. Zwischen Flashbacks, Rauschzuständen und Verschwörungstheorien ist die einzige Konstante seine Tochter Willa (gespielt von der unfassbar starken Chase Infiniti), die mit scharfer Zunge und eigenem Kopf gegen Bobs Schatten kämpft. Das Vater-Tochter-Duo ist ein emotionales Pulverfass, bei dem jede Szene zwischen Versöhnung und Eskalation pendelt.

Doch dann platzt Bobs Erzrivale – verkörpert von einem eiskalt auftretenden Sean Penn – nach 16 Jahren plötzlich zurück ins Spiel, und mit ihm verschwindet Willa. Was folgt, ist ein fiebriger Trip zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Idealismus und Schuld. Regisseur Paul Thomas Anderson packt das alles in Bilder, die zwischen dreckigem Neo-Noir und fast poetischer Wut schwanken. Kein klassischer Action-Blockbuster, sondern ein düsteres Charakterdrama mit Sogwirkung. Und mit Benicio Del Toro als undurchsichtiger Strippenzieher irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn bekommt das Ganze noch mal eine Extraladung Intensität.

One Battle After Another ist kein Feel-Good-Movie. Es ist ein Film über kaputte Helden, kaputte Beziehungen und die Frage, wie viel von einem selbst bleibt, wenn die Ideale längst verbrannt sind. DiCaprio spielt mit einer rohen, ungeschönten Energie, die schmerzt – im besten Sinne. Und dass der Film gleich vier Golden Globes abgeräumt hat, überrascht nach dem Abspann kein Stück.