Wolfgang Petry macht das, was er am besten kann: Er bleibt sich treu – und überrascht trotzdem. Mit seiner neuen Single „Mr bruche keiner“ zeigt der kölsche Kultsänger mal wieder, dass echte Bodenständigkeit nicht altmodisch sein muss. Fünf Jahrzehnte im Rampenlicht? Klar. Aber statt auf die Nostalgie-Tränendrüse zu drücken, haut Wolle jetzt seinen ersten komplett eigenen Song in Kölscher Mundart raus – eine Poprock-Ballade mit viel Gefühl und noch mehr Persönlichkeit.
„Mr bruche keiner“ ist kein lautes Statement, sondern ein ehrliches, musikalisches Schulterzucken mit Herz. Eine Hymne an die Selbstständigkeit – aber ohne erhobenen Zeigefinger. Zwischen melancholischer Rückschau und dem typischen Petry-Augenfunkeln blickt der Song auf ein Leben voller Höhen, Tiefen und kölscher Lebensfreude zurück. Und dabei klingt nichts aufgesetzt: Die Zeilen fließen so locker, als hätte er schon immer in Mundart gesungen. Kein Wunder, wenn man gefühlt sein ganzes Leben innerlich eh schon auf Kölsch denkt, wie Petry selbst sagt. Und wenn er dann davon spricht, wie sich bei der Fahrt nach Köln „ein Schalter umlegt“, glaubt man ihm jedes Wort.
Musikalisch erinnert „Mr bruche keiner“ an die Wurzeln, mit denen alles angefangen hat – ehrlicher Rocksound, ohne Plastikproduktion, dafür mit Ecken, Kanten und Seele. Gleichzeitig ist es auch ein liebevoller Brief an seine Stadt, an die Menschen mit dem großen Herz und der großen Klappe. Wolfgang Petry bleibt der Mann mit der Freundschaftsbändchen-Aura – nur eben jetzt mit Kölschem Klang. Und ganz ehrlich: So klingt Heimat. So klingt Wolli.