Cover: Editors - Surface, Echo & Sound
★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ 7/8
mix1 Bewertung
Album

Surface, Echo & Sound

Editors

Label: Play It Again Sam
Kategorie: Rock | Alternativ
Veröffentlichung: 30.10.2026
Produkt erhältlich bei:

„Surface, Echo & Sound“: Editors entdecken alten Sound

Nach mehreren Alben, bei denen elektronische Klänge und aufwendige Studioarbeit eine wichtige Rolle spielten, haben Editors ihre Herangehensweise verändert. Für ihr achtes Studioalbum „Surface, Echo & Sound“ kehrte die britische Band zu einer Arbeitsweise zurück, die bereits ihre Anfangsjahre geprägt hatte. Statt einzelne Songideen überwiegend im Studio zusammenzusetzen, trafen sich die Musiker wieder regelmäßig in einem gemeinsamen Raum. Dort entstanden die Stücke unmittelbar aus dem Zusammenspiel der Band. Diese Entscheidung beeinflusste auch den Klang der neuen Aufnahmen. „Surface, Echo & Sound“ orientiert sich stärker an natürlichen Instrumenten und verzichtet auf einen Teil der elektronischen Ausrichtung der jüngeren Vergangenheit. Das Ergebnis ist das organischste Editors-Album seit mehr als einem Jahrzehnt.

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Die Aufnahmen fanden im ländlichen Gloucestershire statt, unweit des Wohnorts von Sänger Tom Smith. Im Sommer 2025 arbeitete die Band dort gemeinsam an ihrem neuen Material. Gitarrist Justin Lockey übernahm sowohl die Aufnahme als auch die Produktion. Eine auffällige musikalische Besonderheit ist die Mandoline, die Tom Smith durchgehend auf dem Album spielt. Das Instrument bringt eine zusätzliche Klangfarbe in die Songs und gehört zu den Elementen, die den natürlicheren Charakter der Produktion prägen. Nach drei Alben, die größtenteils als Studioprojekte entstanden waren, bot die gemeinsame Arbeit im Proberaum eine andere Dynamik. Die Musiker konnten Ideen direkt ausprobieren, verändern und unmittelbar aufeinander reagieren.

Die neue Richtung bildet einen bewussten Gegensatz zur jüngeren Bandgeschichte. Noch auf ihrem 2022 veröffentlichten Album „EBM“, das gemeinsam mit Blanck Mass entstand, beschäftigten sich Editors intensiv mit elektronischen Einflüssen. Nun steht wieder das unmittelbare Zusammenspiel der Musiker im Vordergrund. Tom Smith erinnert sich an einen ausgesprochen produktiven Sommer in Gloucestershire. Bei meist sonnigem Wetter arbeitete die Band in einem unscheinbaren Gewerbegebiet an den neuen Songs. Mit einem Augenzwinkern beschreibt er diesen Ort als nahezu vollständigen Gegensatz zu einem Auftritt im Berliner Berghain. Für „Surface, Echo & Sound“ bedeutete diese Umgebung vor allem die Möglichkeit, ohne große Inszenierung gemeinsam Musik zu entwickeln. Editors schlagen damit keinen vollständigen stilistischen Neuanfang ein, sondern greifen Eigenschaften ihrer früheren Alben auf und übertragen sie auf ihre heutige Besetzung.
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