James Blunt schaltet auf „Airplane Mode“ – zumindest musikalisch. Sein achtes Studioalbum führt den zweifachen Brit-Award-Gewinner zu Einflüssen zurück, die ihn bereits am Anfang seiner Laufbahn geprägt haben. David Gray, Coldplay und The Verve nennt Blunt als Bezugspunkte, klanglich orientieren sich die neuen Songs am warmen Akustik-Pop der späten 90er und frühen 00er Jahre. Für einen Musiker, der weltweit mehr als 20 Millionen Alben verkauft hat und fünf Grammy-Nominierungen vorweisen kann, ist das weniger Rückschau als eine bewusste Kurskorrektur.
Blunt selbst bezeichnet „Airplane Mode“ als sein stärkstes Werk seit 20 Jahren. Noch konkreter wird er beim Blick auf dessen Entstehung: „Irgendwo da hinten habe ich meinen Weg verloren, aber dann habe ich ihn in einem Studio in Banbury wiedergefunden.“ Dort entstand ein Album, dessen Live-Charakter für die kommenden Konzerte eine wichtige Rolle spielen soll. Hymnische Hooks treffen auf Storytelling mit nostalgischem Einschlag; als Referenzpunkt dient auch „Back to Bedlam“, jenes Album, mit dem Blunt seinen internationalen Durchbruch schaffte.
Die limitierte Deluxe-CD legt gegenüber der regulären Ausgabe noch etwas drauf. Vier Bonustitel sind enthalten, außerdem gibt es exklusives Artwork und ein Booklet mit Songtexten und Fotos. Wer bei „Airplane Mode“ also an musikalischen Funkstillstand denkt, liegt ziemlich daneben. Blunt blickt für sein achtes Album hörbar auf jene Sounds, die ihn ursprünglich zum Songschreiben gebracht haben – aufgenommen mit dem Anspruch, die Stücke anschließend auch auf der Bühne spielen zu können.