Cover: Jay Buchanan - Weapons of Beauty
7/8
Eigene Redaktionseinschätzung

Jay Buchanan veröffentlicht das Album "Weapons of Beauty"

Wenn du Jay Buchanan nur als die kraftvolle Stimme der Rival Sons kennst, dann schnall dich besser an. Mit seinem Solo-Debüt Weapons of Beauty zeigt er eine ganz neue Seite – weniger Bühnengewitter, mehr Wüstenwind. Geschrieben mitten in der Stille der Mojave-Wüste, klingt das Ganze wie ein Roadtrip bei Sonnenuntergang: warm, nachdenklich, manchmal melancholisch, aber immer voller Gefühl. Kein klassischer Rockbrocken, sondern eher ein cineastischer Soundtrack für Kopfkino-Momente – irgendwo zwischen Americana, Soul und einem Hauch Retro-Drama. Produziert wurde das Ganze von Dave Cobb, dem Go-To-Typen für alle, die es musikalisch ernst meinen. Spoiler: Die Kombination funktioniert verdammt gut.

Buchanan singt nicht einfach – er erzählt, flüstert, fleht. Jeder Track wirkt wie eine Szene aus einem Film, den man eigentlich erst sehen müsste, um ihn zu verstehen – und trotzdem versteht man sofort, was er meint. Seine Stimme? Immer noch diese kratzige Mischung aus Whiskey und Weltschmerz, aber diesmal mit mehr Raum zum Atmen. Weapons of Beauty ist kein Nebenprojekt, kein Lückenfüller zwischen Rival Sons-Alben, sondern ein komplett eigenständiges Statement. Verpackt wird das Ganze entweder als CD im schicken Digipak inklusive Poster oder auf schwarzem Vinyl im goldverzierten Gatefold – also auch was fürs Regal und nicht nur fürs Ohr.

Fazit: Jay Buchanan hat hier kein Album für den schnellen Konsum geschaffen, sondern eins zum Versinken. Wer sich darauf einlässt, entdeckt eine neue Facette eines Künstlers, der sich nicht damit zufriedengibt, „nur“ eine der besten Stimmen seiner Generation zu sein. Weapons of Beauty ist ein Soundtrack für Herz, Hirn und staubige Highway-Fahrten.

Tracklist

01 Caroline
02 High And Lonesome
03 True Black
04 Tumbleweeds
05 Shower Of Roses
06 Deep Swimming
07 Sway
08 Great Divide
09 Dance Me To The End Of Love
10 Weapons Of Beauty