Julian le Play berührt mit „Liebeslied“
Nach dem riesigen Erfolg seiner Unplugged-Tour – bei der er reihenweise volle Säle bespielt hat – meldet sich Julian le Play mit einem neuen Song zurück, der direkt ins Herz zielt. „Liebeslied“ heißt das gute Stück, und ja: Der Titel hält, was er verspricht. Ganz ohne Schnickschnack, nur mit Klavier, Streichern und einer Prise Gefühl, liefert Julian einen Track, der klingt, als wäre er schon immer da gewesen. Diese klassische Schlichtheit wirkt fast wie ein Gegenentwurf zum überproduzierten Pop der Charts – ein bisschen wie handgeschriebene Liebesbriefe in einer Welt voller DMs.
Was sofort auffällt: Die Lyrics sind gewohnt poetisch, aber nie kitschig. Julian balanciert zwischen Melancholie und Hoffnung, ohne dabei je zu schwer zu wirken. Es ist die Art Song, bei dem man beim ersten Hören denkt: „Ach, schön.“ Und beim zweiten: „Mist, jetzt hab ich Gefühle.“ Vielleicht liegt's daran, dass der Song direkt aus der Intimität der Unplugged-Konzerte kommt – da, wo Musik noch nach Nähe klingt. Dazu das Kammerorchester, das nie zu viel will, sondern einfach das tut, was es soll: begleiten, stützen, umarmen.
„Liebeslied“ ist der Soundtrack für all jene, die sich gerade frisch verlieben, verliebt sind – oder einfach gern mal für dreieinhalb Minuten glauben möchten, dass die Liebe noch ein bisschen Platz in dieser Welt hat. Ein Valentinstag-Song ohne rosarote Brille, aber mit echtem Gefühl. Julian le Play hat ein Lied geschrieben, das man sich nicht aufdrängt – aber bleibt. Und genau deshalb funktioniert’s.
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