Cover: Lilly Palmer & Space 92 - Vicious Chords
7/8
Eigene Redaktionseinschätzung
Single

Vicious Chords

Lilly Palmer & Space 92

Label: Kontor Records
Kategorie: Dance | Techno
Veröffentlichung: 13.02.2026

Lilly Palmer & Space 92 droppen Vicious Chords

Lilly Palmer mischt die Szene gerade ordentlich auf – und das nicht nur, weil sie als höchste weibliche Neueinsteigerin im aktuellen DJ-Mag-Top-100-Ranking gelandet ist. Kurz vor dem Release ihres Debütalbums „Bigger Than Techno“ droppt sie noch eine letzte Single – und die hat es in sich. Für „Vicious Chords“ hat sie sich mit Space 92 zusammengetan, einem der spannendsten Namen der französischen Techno-Front. Was dabei rauskommt? Kein vorsichtiges Abtasten, sondern ein Track, der direkt nach vorne marschiert. Schon die ersten Sekunden machen klar: Hier wird nicht gekleckert. Druckvolle Kicks rollen wie ein Güterzug an, während markante Akkorde langsam Spannung aufbauen. Und wenn der Drop kommt, gibt’s kein Zurücklehnen mehr – eher Hände hoch und komplett rein ins Stroboskop-Geflacker.

„Vicious Chords“ klingt wie ein Peak-Time-Moment um drei Uhr morgens, wenn der Club kurz vorm Überkochen ist. Lillys euphorische Energie trifft auf den futuristischen Drive von Space 92 – eine Kombi, die erstaunlich rund läuft. Ihre Sounds haben diese klare, fast hymnische Note, während er die düstere, treibende Kante reinbringt. Zusammen ergibt das einen Track, der sich nicht lange mit Intro-Spielereien aufhält, sondern straight ins Geschehen zieht. Man merkt, dass beide genau wissen, wie man Dancefloors liest. Da wird Spannung nicht zufällig aufgebaut, sondern ganz bewusst geschraubt, Layer für Layer, bis der Drop alles aufreißt. Wer Techno mag, der sowohl Druck als auch Gefühl transportiert, dürfte hier ziemlich glücklich werden.

Spannend ist auch der Kontext: „Vicious Chords“ ist die letzte Single-Auskopplung vor dem Album „Bigger Than Techno“. Der Titel klingt selbstbewusst, fast wie ein Statement – und genau so fühlt sich auch der Sound an. Lilly Palmer zeigt damit, dass sie längst mehr ist als ein Geheimtipp aus dem Underground. Ihre Sets sind energiegeladen, ihre Produktionen wirken klar fokussiert, und mit dieser Collab unterstreicht sie nochmal, dass sie international locker mitmischt. „Vicious Chords“ ist ab sofort als Stream und Download verfügbar – also Kopfhörer auf, Lautstärke hoch und testen, wie viel Druck deine Nachbarn aushalten.

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