Für Ralf Cerne endet ein Kapitel dort, wo es einst angefangen hat: auf der Straße und mit seinem Vater an seiner Seite. Als Cerne seine erste Single veröffentlichte, war er gerade 15 Jahre alt und hatte folglich noch keinen Führerschein. Also übernahm der Vater das Steuer. Gemeinsam fuhren die beiden quer durch die Republik zu Ralfs Auftritten. Aus vielen Kilometern wurden gemeinsame Erinnerungen – und der Vater weit mehr als der Mann hinterm Lenkrad. Er begleitete und unterstützte seinen Sohn in dessen frühen Jahren als Musiker. 2016 starb er.
35 Jahre nach dieser ersten Single beendet Cerne seine Veröffentlichungslaufbahn mit „Ich hab deine Art…“. Inhaltlich führt ihn das Stück direkt zurück in die Familiengeschichte. Sein Vater arbeitete als Fernfahrer, entsprechend gehörten lange Strecken, Abwesenheit und das Warten auf seine Heimkehr früh zum Alltag. Genau diese Erfahrungen greift der Song auf. Es geht um das Leben unterwegs, die Beziehung zwischen Vater und Sohn und darum, wie die Erinnerung an einen verstorbenen Menschen Teil des eigenen Lebens bleibt. Der Titel bekommt vor diesem Hintergrund noch eine zusätzliche persönliche Ebene.
Dass ausgerechnet die letzte Single diese Geschichte erzählt, gibt Cernes musikalischem Abschied einen ziemlich passenden Rahmen. Zu Beginn saß sein Vater mit ihm im Auto und brachte den 15-Jährigen zu seinen Auftritten. Jahrzehnte später wird er zum Thema des letzten Songs. Text, Komposition und Produktion stammen von Thomas Michael Lackmann von finalmusic. „Ich hab deine Art…“ erscheint bei 2Base Records, den Verlag übernimmt 2Base Publishing. Damit endet Cernes Weg nicht mit einem beliebigen Schlusspunkt, sondern mit einer konkreten Erinnerung an den Menschen, der bei den ersten Kilometern bereits dabei war.
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