Blues-Ikone, Gitarren-Zauberer, Legende mit Seele – Robin Trower zeigt 2025 einmal mehr, dass echtes Können kein Verfallsdatum kennt. Mit seinem neuen Livealbum One Moment In Time: Live In The USA liefert der Brite einen Mitschnitt ab, der nicht nur eingefleischte Fans feiern werden. Wer Trower kennt, weiß: Bei ihm ist Live kein Abklatsch, sondern pure Essenz. Die Bühne ist sein zweites Zuhause – oder eigentlich sein erstes. Und wenn man dieses Album hört, glaubt man sofort, dabei gewesen zu sein: mittendrin, irgendwo im heißen Sommer 2025, irgendwo in Amerika.
Die Setlist? Eine Reise durch sechs Jahrzehnte Blues-Rock – von alten Gänsehaut-Garanten bis zu frischen Songs seines letzten Studioalbums Come And Find Me, das von der Presse gefeiert wurde. Gleich vier Stücke stammen von seinem Kult-Album Bridge of Sighs (1974), darunter der kraftvolle Opener Day of the Eagle, der nach all den Jahren immer noch nichts von seiner Wucht verloren hat. Trower beweist eindrucksvoll, dass er kein Nostalgiker ist, sondern ein Künstler, der sein Erbe ehrt und gleichzeitig neue Kapitel schreibt. Seine Gitarre spricht, weint, schreit – und manchmal flüstert sie auch.
One Moment In Time ist kein reines Best-of-Konzert, sondern ein lebendiges Statement: Robin Trower ist immer noch hier, immer noch hungrig und technisch brillant wie eh und je. Zwischen großen Momenten der Vergangenheit und neuen Klangabenteuern spannt er einen musikalischen Bogen, der zeigt, wie zeitlos echter Blues-Rock sein kann. Dieses Album ist mehr als nur ein Live-Mitschnitt – es ist ein Beweis dafür, dass manche Künstler einfach nicht altern. Sie reifen. Und Trower? Der klingt, als hätte er gerade erst angefangen.