Woher kommen eigentlich die Bilder, die nachts plötzlich im Kopf auftauchen? Susan Ebrahimi nimmt diese Frage in „Ich bin dein Träume-Erfinder“ ziemlich wörtlich. Ihr Text erzählt von einer geheimnisvollen Träume-Schöpferin, die nach Sonnenuntergang ihre Arbeit aufnimmt. Während andere schlafen, zieht sie durch die Nacht und verteilt erfüllte Sehnsüchte, Melodien, gute Gedanken und Bilder. Eine schöne Idee: Vielleicht produziert unser Kopfkino seine Geschichten ja doch nicht ganz allein.
Die Figur bewegt sich irgendwo zwischen Zauberin, Magier, Künstlerin und Poetin. Sie reist über den Wolken, kennt Wünsche und malt Vorstellungen von morgen. Gerade dieses Schweben zwischen Wirklichkeit und Fantasie prägt Susan Ebrahimis Text. Vieles bleibt bewusst offen, sodass aus der beschriebenen Träume-Schöpferin im Kopf jedes Hörers eine etwas andere Gestalt werden kann. Die zentrale Zeile bringt deren Aufgabe ziemlich genau auf den Punkt: „Denn ich, ich bin dein Träume-Erfinder, ich bin deine Vision …“
Musikalisch stammt der Song von Willy Klüter und Manfred Hochholzer. Ihre Komposition greift die geheimnisvolle Gedankenwelt des Textes auf und gibt der nächtlichen Geschichte ihren musikalischen Rahmen. Inhaltlich kreist „Ich bin dein Träume-Erfinder“ um Sehnsucht, Hoffnung und Vorstellungskraft – allerdings nicht als abstrakte Begriffe. Sie bekommen mit der reisenden Träume-Schöpferin eine konkrete Figur. Am Ende steckt dahinter ein sympathischer Gedanke: Vielleicht beginnt ein besserer Morgen manchmal schon mit den Bildern, die
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