Dave Grohls Tochter startet Solo-Musikkarriere
Violet Grohl hat offiziell bei Republic Records unterschrieben – und das nicht als nettes Rockstar-Kind nebenbei, sondern als ernstzunehmende Künstlerin mit richtig viel Haltung. Wer dachte, sie würde sich gemütlich im Fame ihres Vaters Dave Grohl ausruhen, kann direkt mal die Lautsprecher aufdrehen. Denn Violet bringt mit ihren zwei frisch veröffentlichten Singles „THUM“ und „Applefish“ ganz eigene Vibes ins Spiel. Während „THUM“ wie ein Wutausbruch mit Stil klingt – laut, roh, fast kathartisch – schwebt „Applefish“ eher auf einer Wolke aus verspieltem Indie-Groove. Zwei Tracks, zwei Stimmungen, ein ziemlich klares Statement: Hier geht’s nicht um Fame by Association, sondern um ehrliche Gefühle und Sound, der nicht glattgebügelt sein will.
Republic Records zeigt sich erwartungsgemäß begeistert – dort spricht man von „kompromisslos cool“, „bewusst“ und „furchtlos weiblich“. Marketing-Sprache, klar. Aber: Bei Violet wirkt das nicht aufgesetzt, sondern einfach stimmig. Man spürt, dass sie nicht krampfhaft eine Persona spielt, sondern genau das macht, was sie fühlt – und das eben ziemlich gut. Dass sie musikalisches Talent in der DNA hat, hilft sicher, aber was noch mehr auffällt, ist ihr künstlerisches Selbstbewusstsein. Statt auf Nummer sicher zu gehen, veröffentlicht sie direkt zwei sehr unterschiedliche Songs, die trotzdem zueinander passen – wie zwei Facetten derselben Stimmungsschwankung.
Und mal ehrlich: Wenn du „THUM“ hörst, willst du entweder direkt was kaputtschlagen oder tanzen. Bei „Applefish“ dagegen ist es eher dieses Fensterblick-mit-Kopfhörern-Gefühl, irgendwo zwischen Tagtraum und Coming-of-Age-Drama. Violet Grohl hat mit dieser Veröffentlichung nicht nur ihr Label-Debüt gegeben, sondern gleich klargemacht, dass man mit ihr rechnen muss. Und wer jetzt denkt, das sei bloß der erste Hype – abwarten. Da kommt ganz sicher noch mehr.
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