BELA ist keiner, der sich ins Rampenlicht drängelt. Der Typ aus München hat sich lange im Hintergrund gehalten – Beats gebaut, Songs für andere produziert, zugehört statt drauflosgeplärrt. Musik war immer da, wie das Frühstück auf dem Tisch – nichts Spektakuläres, einfach Teil des Alltags. Aber irgendwann reichte das Zuschauen nicht mehr. Es war Zeit, die eigene Stimme nicht nur zu finden, sondern auch rauszulassen. Kein radikaler Bruch, eher der nächste logische Schritt: “Ich hab lange für andere erzählt – jetzt bin ich dran.”
Mit seiner ersten Single „Herz“ betritt BELA nun die große Bühne – und zwar beim deutschen ESC-Vorentscheid. Kein Schaulaufen, kein Klamauk. Sondern ein Song, der genau da trifft, wo es weh- und gut gleichzeitig tut. “Herz” ist kein glattgebügelter Poptrack, sondern eine persönliche Geschichte: Verliebtsein mit Bauchschmerzen inklusive. Die Angst, nicht zu reichen. Die Unsicherheit, wenn Welten aufeinandertreffen. Aber eben auch der Mut, sich trotzdem komplett zu öffnen. Ohne Maske, ohne Rückzugsplan. Und genau das macht den Song so stark – weil er sich anfühlt, als würde jemand laut aussprechen, was man sonst nur heimlich denkt.
Produziert wurde das Ganze mit Jonas Mengler und Chris Cronauer – Namen, die man mit Pop-Feinschliff und Hitpotenzial verbindet. Und doch bleibt BELA das Zentrum: keine Show, keine Posen, einfach Gefühl. Seine Musik ist nicht dafür gemacht, schnell wieder zu verpuffen. Sie bleibt hängen, wie ein Satz, der dich nachts nicht loslässt. BELA steht für deutschsprachigen Pop mit Tiefgang – tanzbar, aber nicht hohl; emotional, aber nie kitschig. Und falls ihr gerade denkt, ihr kennt diesen Typ Künstler eh schon – glaubt uns, tut ihr nicht.