Alles muss man selber hassen
Jennifer Rostock
Das Musikvideo „Alles muss man selber hassen“
von Jennifer Rostock.
2026
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Jennifer Rostock nehmen mit „Alles muss man selber hassen“ Optimierungswahn, soziale Ungerechtigkeit und folgenlose Empörung ins Visier. Ausgangspunkt ist ein inzwischen vertrauter Reflex: Waldbrand, Milliardäre, gesellschaftliche Probleme – kurz registrieren, weiterwischen. Im permanenten Strom neuer Meldungen droht selbst berechtigter Ärger zur Routine zu werden. Der kantige Rocksong will genau diese Gleichgültigkeit durchbrechen.
Dabei bleibt „Alles muss man selber hassen“ trotz seines Titels nicht beim Zynismus hängen. Jennifer Rostock verstehen Wut als möglichen Ausgangspunkt für Widerstand. Der Song hinterfragt zugleich eine Gesellschaft, in der Menschen permanent an sich selbst arbeiten und ihre nächste optimierte Version organisieren sollen, während strukturelle Probleme bestehen bleiben. Statt resigniert mit den Schultern zu zucken, lenkt das Stück den Blick auf den Schritt zwischen Empörung und tatsächlichem Handeln. Der Titel klingt nach maximaler Genervtheit, dahinter steckt jedoch eine konkrete Frage: Was passiert, wenn Wut nicht beim nächsten Wischen über den Bildschirm verschwindet?
Dabei bleibt „Alles muss man selber hassen“ trotz seines Titels nicht beim Zynismus hängen. Jennifer Rostock verstehen Wut als möglichen Ausgangspunkt für Widerstand. Der Song hinterfragt zugleich eine Gesellschaft, in der Menschen permanent an sich selbst arbeiten und ihre nächste optimierte Version organisieren sollen, während strukturelle Probleme bestehen bleiben. Statt resigniert mit den Schultern zu zucken, lenkt das Stück den Blick auf den Schritt zwischen Empörung und tatsächlichem Handeln. Der Titel klingt nach maximaler Genervtheit, dahinter steckt jedoch eine konkrete Frage: Was passiert, wenn Wut nicht beim nächsten Wischen über den Bildschirm verschwindet?