22 Bahnen

Trailer | FSK 12
2026
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Tilda lebt ein Leben, das mehr Checkliste als Jugend ist: Studium, Supermarktkasse, Schwimmen, Ida ins Bett bringen, Mama irgendwie vom Sofa hochkriegen. Während andere Anfangzwanziger WG-Partys feiern oder durch Südostasien reisen, zählt Tilda Centstücke an der Kasse und Bahnen im Schwimmbad. In der Fröhlichstraße – die so gar nicht fröhlich ist – hält sie den Laden zusammen. Denn wenn sie es nicht tut, tut es niemand. Die Mutter ist zu oft betrunken, die Väter? Verschwunden wie ihre Freunde, die längst in Berlin oder Amsterdam leben.

Doch dann flackert Hoffnung auf. Eine Promotion in Berlin – raus aus dem Kleinstadtgrau, rein ins eigene Leben. Und dann steht da plötzlich Viktor. Der Bruder von Ivan, den Tilda geliebt hat und verloren hat. Viktor schwimmt dieselben 22 Bahnen wie sie. Einer, der nicht fragt, sondern versteht. Es ist kein Märchenbeginn, aber vielleicht ein vorsichtiger Neuanfang. Doch während Tilda beginnt zu träumen, bröckelt zu Hause die Fassade. Die Mutter rutscht tiefer, Ida wird stiller, und Tilda steht zwischen Verantwortung und dem ersten echten Gefühl von Freiheit.

Der Roman erzählt still, aber eindringlich vom Erwachsenwerden unter Druck, von Geschwistern, die zu viel tragen, und Müttern, die nicht loslassen können. Und davon, wie schwer es ist, sich selbst nicht zu verlieren, wenn man ständig andere retten muss. Tilda bleibt. Viel zu lang. Aber irgendwann muss auch sie sich entscheiden – für Ida, für sich, oder für ein Leben, das nicht immer nur Funktionieren bedeutet.