Kaum hat die kleine schwarze Katze die Augen richtig auf, steht die Welt schon Kopf – oder besser gesagt: unter Wasser. Eine riesige Flut schiebt sich über alles hinweg, und unser Fellknäuel schafft es nur mit viel Glück auf ein kleines Segelboot. Dort bleibt sie aber nicht lange allein. Ein ziemlich freches Äffchen schwingt sich an Bord, ein gemütlicher Labrador trottet hinterher, ein halb schlafendes Wasserschwein kugelt sich dazu, und schließlich landet auch noch ein stolzer Sekretärvogel bei der Truppe. Klingt nach Chaos? Ist es auch – aber ein ziemlich liebenswertes.
Was anfangs wie ein wild zusammengewürfelter Zoo wirkt, entpuppt sich schnell als perfekte Crew. Jeder hat seine Macken, aber genau das bringt sie weiter. Gemeinsam kämpfen sie sich durch eine neue Welt, die mehr aus Wasser als aus Land besteht. Regisseur Gints Zilbalodis, der schon mit „AWAY – VOM FINDEN DES GLÜCKS“ begeistert hat, schickt uns in ein visuelles Abenteuer, das mal ruhig treibt und mal richtig mitreißt. Die Animationen sind wunderschön, und die Stimmung wirkt fast meditativ – ohne je langweilig zu werden.
Das Beste? FLOW verzichtet komplett auf übertrieben menschliche Tierdialoge. Statt schnellem Gelaber gibt’s Miauen, Grunzen und Bellen – und trotzdem spürt man jede Emotion. Die Tiere brauchen keine großen Stimmen, um uns zu packen. Man fiebert mit, lacht über kleine Momente und staunt über die Kulisse. Ein Film, der sich locker anfühlt und trotzdem hängen bleibt – für Kids genauso wie für Erwachsene.