Was passiert, wenn ein Engel mit leichtem Helfersyndrom und fragwürdigem Menschenbild beschließt, einem obdachlosen Malocher mal so richtig das Leben zu zeigen? Richtig – es wird herrlich chaotisch. In dieser himmlisch-komischen Komödie trifft Gabriel (ja, der Gabriel) auf Arj, einen Typen, der in seinem klapprigen Auto pennt, von Nebenjob zu Nebenjob hetzt und trotzdem nie wirklich vorankommt. Gabriel denkt sich: Lass den Kerl doch mal sehen, wie leer Luxus sein kann! Und zack – Arj landet im Körper von Jeff, einem protzigen Selfmade-Millionär mit Pool, Villa und Dauergrinsen im Gesicht.
Doch statt einer rührenden „Geld-macht-nicht-glücklich“-Lektion geht der Schuss komplett nach hinten los. Arj genießt das neue Leben in vollen Zügen – feiert, lebt, chillt. Und plötzlich fragt man sich: Wer lernt hier eigentlich was? Während Gabriel versucht, sein Himmels-Experiment wieder einzufangen, verliert er nicht nur die Kontrolle über den Plan, sondern auch ein bisschen den Glauben an seine eigene Mission. Denn vielleicht ist die Wahrheit ja nicht so simpel wie „arm, aber glücklich“ vs. „reich, aber leer“. Vielleicht ist es eher so: Beide Leben haben ihre Tücken – nur hat der eine halt einen Infinity-Pool.
Die Komödie lebt von absurdem Timing, einem Schuss göttlicher Ironie und Seth Rogen in Bestform als chilliger Business-Dude, dessen Leben auf einmal völlig aus dem Ruder läuft – ohne dass er es merkt. Zwischen Körpertausch, Engelsfragen und einem verzweifelten Versuch, die Welt zu „reparieren“, entstehen Szenen zum Weglachen und Mitfühlen. Eine Feel-Good-Komödie mit dem Herz am rechten Fleck – und dem Kopf in den Wolken. Fazit: Wer dachte, Engel machen keine Fehler, hat diesen Film noch nicht gesehen.