„Shadow Chase – Im Netz der Diebe“ ist pures Adrenalin für Fans von cleverer Action, klassischer Martial-Arts-Ehre und Hightech-Glanz. In den dunklen Gassen von Macau spielt sich ein moderner Robin-Hood-Heist ab – nur dass die Diebe nicht teilen, sondern verschwinden. Angeführt vom ominösen „Shadow“ trickst eine Bande technisch aufgerüsteter Verbrecher die Polizei immer wieder aus. Doch dann wird’s persönlich: Ex-Überwachungsprofi Wong (gespielt von keinem Geringeren als Jackie Chan) wird aus dem Ruhestand geholt – und plötzlich knistert’s vor Spannung.
Wong bringt die alte Schule zurück – mit Charme, Finesse und ein paar ordentlichen Tritten. Doch gegen Shadows junge Tech-Freaks braucht es mehr als Nostalgie: Es braucht ein Team, das sowohl analog als auch digital denkt. Genau da kommt Tony Leung ins Spiel – als Gegenspieler mit undurchschaubaren Motiven, der nicht nur mit dem Hirn, sondern auch mit den Fäusten zuschlägt. Das Ergebnis: Ein stylischer Showdown, der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen lässt. Der Zuschauer fragt sich irgendwann: Wer spielt hier wen aus? Und wem kann man eigentlich noch trauen?
Der Film ist ein Geschenk für alle, die auf asiatische Action mit Tiefgang stehen: clevere Heist-Momente, kunstvolle Kämpfe und ein Setting, das den Flair von Macau perfekt einfängt. Jackie Chan zeigt einmal mehr, warum er auch mit grauen Schläfen jeden Raum dominiert – mit Timing, Witz und Herz. Tony Leung hingegen glänzt als smarter Strippenzieher, der einem das Fürchten (und Staunen) lehrt. Fazit: „Shadow Chase“ ist keine Retro-Nummer, sondern ein moderner Kracher, der beweist: Alte Schule schlägt neue Tricks – aber nur, wenn beide Seiten alles geben.