SPRINGSTEEN: Deliver Me from Nowhere

Trailer | FSK 12
2026
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In diesem Film geht’s nicht um Stadionkonzerte oder E-Street-Feuerwerk. Stattdessen sehen wir Jeremy Allen White in einer Rolle, die leiser, aber nicht weniger intensiv ist: Er spielt Bruce Springsteen – kurz bevor der Boss zum Boss wurde. Die Geschichte setzt an, als Springsteen allein mit seiner Gitarre in einem kleinen Schlafzimmerstudio sitzt und das Album „Nebraska“ einspielt. Kein Glamour, kein Publikum. Nur ein Mann, seine Dämonen und ein Kassettenrekorder. Und genau das macht den Film so faszinierend: Es ist eine intime Reise in den Kopf eines Künstlers, der zwischen innerer Zerrissenheit und dem Druck des kommenden Ruhms fast zerbricht.

Jeremy Allen White bringt diesen inneren Konflikt mit beeindruckender Feinfühligkeit auf die Leinwand. Man glaubt ihm den getriebenen Musiker, der zwischen Schuldgefühlen, Trauma und kreativer Klarheit hin- und herpendelt. Die Kamera bleibt oft ganz nah dran, nimmt sich Zeit für Blicke, Zögern und das Schweigen zwischen den Songs. Das Tempo ist langsam, fast meditativ – genau wie das Album selbst. Kein Film für Popcorn-Action, sondern einer für Leute, die wissen wollen, was Kunst mit einem Menschen macht, bevor sie die Welt verändert.

Obwohl vieles auf Reduktion und Atmosphäre setzt, verliert der Film nie seine emotionale Wucht. Statt bombastischem Soundtrack gibt’s rohe Akustik, statt Dialoggewitter feine Nuancen. Für Fans von Springsteen, Indie-Kino oder einfach gut gespieltem inneren Drama ist das ein echtes Kleinod. Und ja, auch wer „Nebraska“ noch nie gehört hat, könnte nach dem Abspann ein bisschen stiller aus dem Kino gehen – und direkt zur Platte greifen.