BLUTHUND liefern mit „Kein Bock“ zusammen mit MONTREAL einen wilden Mix aus Punk, Rap und Hardcore-Energie. Der Song klingt wie digitaler Burnout mit Gitarrenverstärker: laut, chaotisch und komplett überfordert. Statt geschniegelt Gesellschaftskritik abzuliefern, setzt die Band auf direkten Humor, Selbstironie und rohe Ehrlichkeit. Genau das macht die Nummer so stark.
Textlich geht es um Social-Media-Müdigkeit, Dauerstress und diese seltsame Mischung aus Weltuntergangsstimmung und Antriebslosigkeit. Besonders gelungen: Niemand tut so, als hätte er die Lösung parat. BLUTHUND zeigen sich selbst als Teil des Problems und treffen damit ziemlich genau das Lebensgefühl vieler Leute zwischen Doomscrolling, Überforderung und „morgen mach ich’s wirklich“. MONTREAL ergänzen den Song mit rotziger Punk-Attitüde, wodurch die Kollaboration angenehm dreckig und lebendig wirkt. Musikalisch erinnert das stellenweise an modernen Pop-Punk à la Machine Gun Kelly, allerdings deutlich rauer und mit mehr Berliner Kellerclub-Vibes. „Kein Bock“ ist genau die Art Song, die gleichzeitig erschöpft klingt und trotzdem genug Energie hat, um einen kleinen Moshpit auszulösen.
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